Vorwurf des Marktmissbrauchs Vergleichsportal Idealo fordert 500 Millionen Euro von Google

Das Vergleichsportal Idealo wirft Google vor, seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschinenbetreiber zu missbrauchen. Deshalb fordert das zu Axel Springer gehörende Portal eine halbe Milliarde Euro Schadensersatz.

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Lionel Bonaventure / AFP

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Im Streit über Preisvergleichsdienste im Internet fordert die Plattform Idealo den US-Konzern Google Chart zeigen heraus. Idealo, das zum Medienkonzern Axel Springer gehört, hat Schadensersatzklage vor dem Landgericht Berlin eingereicht. Diese belaufe sich auf rund 500 Millionen Euro inklusive Zinsen, teilte Idealo mit. Man behalte sich zudem vor, diesen Betrag im Laufe des Verfahrens zu erhöhen. Es werde mit einem jahrelangen Rechtstreit über mehrere Instanzen gerechnet.

Idealo wirft Google den Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung als Suchmaschinenbetreiber vor. Google wollte zunächst keine Stellung nehmen, da die Klage noch nicht zugestellt wurde.

Die EU-Kommission hatte Google im Sommer 2017 wegen Missbrauchs der marktbeherrschenden Stellung seines Preisvergleichsdienstes eine Strafe in Höhe von rund 2,4 Milliarden Euro aufgebrummt. Damals hieß es, jede Firma, die sich durch die Marktmacht des US-Konzerns in dem vorliegenden Fall benachteiligt fühle, könne vor einem nationalen Gericht auf Schadensersatz klagen.

Google habe anderen Unternehmen die Möglichkeit genommen, im Wettbewerb durch Leistung zu überzeugen und habe verhindert, dass die europäischen Verbraucher wirklich zwischen verschiedenen Diensten wählen und die Vorteile der Innovation voll nutzen könnten.

Idealo argumentiert nun, dass der Missbrauch weiterhin anhält, da Google keine ausreichenden Schritte unternahm, um für eine Gleichbehandlung aller Produkt- und Preisvergleichsdienste zu sorgen. Nach wie vor platziere Google seinen Dienst ganz oben in den Suchergebnissen und verschaffe sich unrechtmäßige Vorteile.

"Wir wollen mit dem Verfahren ein Zeichen setzen, dass sich gegen das rechtsmissbräuchliche Verhalten von Google zur Wehr gesetzt werden kann", sagte Idealo-Geschäftsführer Philipp Peitsch. Idealo hat seinen Sitz in Berlin und beschäftigt dort eigenen Angaben zufolge rund 800 Mitarbeiter.

mmq/Reuters/dpa



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Nonvaio01 12.04.2019
1. kein wunder das es keine posts gibt
die sind wohl alle gleich, darum auch alle gevblockt an posts. Springer will wie immer nur noch mal schnell kasse machen, da man angst hat nun pleite zu gehen da Google wohl in zukunft keine seiten von Springer mehr listen wird auf such anfragen.
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