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18. Dezember 2013, 10:06 Uhr

Ifo-Index

Die deutsche Wirtschaft bleibt zukunftsfroh

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Dezember erneut leicht verbessert. Nach einem kräftigen Anstieg im Vormonat stieg der Geschäftsklimaindex von 109,3 Punkten auf 109,5 Punkte, wie das Ifo-Institut mitteilte.

München - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich auch im letzten Monat des Jahres wieder verbessert, allerdings weniger deutlich: Nach einem kräftigen Anstieg im Vormonat stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex von 109,3 Punkten auf 109,5 Punkte, wie das Ifo-Institut am Mittwoch in München mitteilte. Damit traf das Konjunkturbarometer exakt die Erwartungen der Experten. "Es wird ein reich gedeckter Gabentisch erwartet", sagte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Der Ifo-Index gilt als wichtigstes Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft. Er wird aus der monatlichen Befragung von rund 7000 Unternehmen aus Industrie, Einzel- und Großhandel sowie aus der Bauwirtschaft ermittelt.

Im Dezember bewerteten die Firmen zwar ihre derzeitige Geschäftslage etwas weniger gut, zeigten sich aber erneut wesentlich optimistischer für die kommenden Monate. Der Index für die Geschäftserwartungen kletterte entsprechend von 106,4 auf 107,4 Punkte. Der Lage-Index gab dagegen von 112,2 auf 111,6 Punkte nach.

Im Vormonat hatte der Frühindikator überraschend deutlich zugelegt. Ifo-Chef Sinn hatte bereits am Vortag von "prächtigen Konjunkturaussichten" und einem "Geschenk vom Weihnachtsmann" gesprochen. Die Münchner Konjunkturforscher rechnen mit 1,9 Prozent Wachstum für die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr.

In den einzelnen Branchen fallen die Bewertungen unterschiedlich aus: Das Geschäftsklima für das Verarbeitende Gewerbe hat sich weiter verbessert. Die gute Einschätzung der aktuellen Geschäftslage wurde zwar etwas zurückgenommen. Die optimistischen Erwartungen der Industriefirmen sind aber auf den höchsten Wert seit Frühjahr 2011 gestiegen. Obwohl die Exporterwartungen leicht gesunken sind, signalisieren sie weiterhin, dass die Firmen mit Impulsen aus dem Ausland rechnen.

Im Großhandel ist der Geschäftsklimaindex gesunken. Die Firmen haben ihre aktuelle Geschäftslage deutlich weniger gut bewertet, während sie jedoch etwas optimistischer auf die weiteren Geschäfte blicken. Auch im Einzelhandel hat der Index etwas nachgegeben. Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage stieg zwar auf den höchsten Wert seit dem Frühjahr des Vorjahres. Doch mit Blick auf das nachweihnachtliche Geschäft trübte sich der Optimismus etwas ein.

Im Bauhauptgewerbe hat sich der Anstieg des Geschäftsklimaindex fortgesetzt. Die aktuelle Geschäftssituation wurde wieder etwas besser eingeschätzt. Zudem blicken die Baufirmen mit voller Zuversicht auf die weitere Geschäftsentwicklung.

nck/dpa/Reuters

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