Tarifverhandlungen Metallindustrie will ab Donnerstag streiken

Bei den Tarifverhandlungen zwischen IG Metall und den Arbeitgebern der Metallindustrie gibt es nach der zweiten Runde keine Annäherung. Die Gewerkschaft hat ein erstes Angebot abgelehnt. Nun drohen der Branche bundesweite Streiks.

Vertreter der IG Metall in Hannover (Archiv): Beschäftigte wollen höhere Löhne
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Vertreter der IG Metall in Hannover (Archiv): Beschäftigte wollen höhere Löhne


Ludwigsburg - Der Metallindustrie stehen massive Warnstreiks bevor. Die Gewerkschaft IG Metall hat ein erstes Angebot der Arbeitgeber abgewiesen. Sie kündigte einen bundesweiten Streik ab Donnerstag an.

Bei den Tarifverhandlungen zwischen IG Metall und den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie bot der Verband Südwestmetall stellvertretend für die übrigen Arbeitgeber eine Lohnerhöhung von 2,2 Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten an. Das reicht der Gewerkschaft nicht. "Auf den ersten Blick sieht es gar nicht so schlecht aus, auf den zweiten Blick sind wir sehr weit voneinander entfernt", sagte IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger. Südwestmetall müsse "deutlich nachlegen". Die IG Metall fordert eine Anhebung der Gehälter um 5,5 Prozent sowie bessere Bedingungen für Altersteilzeit und Weiterbildung der rund 3,7 Millionen Beschäftigten.

Die Arbeitgeber halten die Forderungen für übertrieben: Eine stärkere Anhebung der Entgelte sei wegen der unsicheren Konjunktur nicht angemessen, sagte Südwestmetall-Chef Stefan Wolf. Er bezeichnete das Angebot als "fair" und sehe keinen Anlass für Warnstreiks.

Die hat Zitzelsberger aber nun angekündigt. Nach Ablauf der Friedenspflicht an diesem Mittwoch um Mitternacht werde es bis zum 11. Februar keinen Tag geben, an dem es keine Warnstreiks gibt, kündigte der baden-württembergische IG-Metall-Chef an. Dann gehen die Tarifverhandlungen in die dritte Runde.

kry/dpa/Reuters



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