Bakterien-Fund in China Ikea stoppt Verkauf von Mandelkuchen

Erst Köttbullar-Klopse und Hotdogs, jetzt Mandelkuchen: Schon wieder zieht Ikea Lebensmittel aus dem Verkehr. In China wurden angeblich Darmbakterien in Mandelkuchen des Möbelhauses gefunden. Das Unternehmen hat den Verkauf in 23 Ländern gestoppt, auch in Deutschland.
Essenswerbung bei Ikea: Kuchen sollen mit Darmbakterien belastet sein

Essenswerbung bei Ikea: Kuchen sollen mit Darmbakterien belastet sein

Foto: JOHANNES CLERIS/ AP/dpa

Stockholm - Das schwedische Möbelhaus Ikea hat am Dienstag den Verkauf von Mandelkuchen in seinen Restaurants gestoppt. Auslöser war ein Bericht der Zeitung "Shanghai Daily", wonach chinesische Behörden hohe Anteile von Darmbakterien in den aus Schweden importierten Kuchen gefunden haben.

Konzernsprecherin Ylva Magnusson bestritt Medienberichte, denen zufolge es sich um E.coli-Bakterien aus Exkrementen handelt. Die Bakterien seien nicht gesundheitsschädlich, auch seien die belasteten Torten niemals in den Verkauf gelangt. Allerdings sei es inakzeptabel, dass von Ikea angebotene Nahrungsmittel die Grenzwerte für Bakterien überschritten. Man werde mit dem schwedischen Lieferanten Almony gemeinsam nach der Ursache suchen.

Laut Konzerninformationen ist noch nicht klar, ob bakterienverseuchte Mandelkuchen auch nach Deutschland geliefert wurden. Ikea hat die Mandelkuchen vorsorglich in 23 Ländern aus dem Verkauf genommen, auch in Deutschland.

Erst in der vergangenen Woche hatte Ikea den Verkauf von Köttbullar-Klopsen in 25 Ländern gestoppt. Auch Hotdogs wurden aus dem Verkauf genommen, nachdem in einigen Proben Spuren von Pferdefleisch entdeckt worden waren. Der Köttbullar-Hersteller Dafgaard teilte mit, er habe Anzeige gegen den schwedischen Zulieferer erstattet, der sein Fleisch wiederum aus Polen bezogen habe.

kut/dpa/AFP
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