Auftragslage Baugewerbe kommt glimpflich durchs Corona-Halbjahr

Das erste Halbjahr 2020 haben die Baufirmen in Deutschland im Schnitt gut überstanden. Doch dazwischen ging es steil bergab und rasant nach oben.
Rauf damit: Im Juni ging es mit der Bauwirtschaft wieder nach oben

Rauf damit: Im Juni ging es mit der Bauwirtschaft wieder nach oben

Foto: Christophe Gateau / dpa

Großaufträge haben dem Bauhauptgewerbe in Deutschland einen versöhnlichen Abschluss des ersten Halbjahres 2020 beschert. Im Juni verzeichnete die Branche preisbereinigt 12,4 Prozent mehr Aufträge als im Mai dieses Jahres, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Bestellungen nach Berechnungen der Wiesbadener Statistiker um 1,2 Prozent.

Die Bilanz der ersten sechs Monate fällt trotzdem durchwachsen aus: Der Auftragseingang sank zum Vorjahreszeitraum preisbereinigt um 3,5 Prozent. Im Vergleich zu anderen Branchen wie der Luftfahrt ist das Baugewerbe bisher dennoch glimpflich durch die Coronakrise gekommen.

Betrachtet man den Juni allein, brachte der nach Angaben des Bundesamtes sogar einen Rekordwert: Mit neuen Aufträgen im Gesamtwert von rund 8,3 Milliarden Euro verbuchte die Branche nominal ein Plus von 9,2 Prozent im Vergleich zum Juni 2019. Das ist der höchste jemals gemessene Wert an Bestellungen in einem Juni in Deutschland.

Allerdings konnte der Anstieg im Juni die Rückgänge in den von der Pandemie besonders geprägten Monaten März bis Mai nicht ausgleichen: Zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sechs Monaten nominal um 0,2 Prozent.

Das Bauhauptgewerbe umfasst die Errichtung von Gebäuden (Hochbau) sowie von Straßen, Bahnstrecken und Leitungen (Tiefbau). Die Statistik erfasst Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten.

mamk/dpa-afx
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