Plus zehn Prozent im Dezember Baugewerbe meldet höchsten Auftragseingang seit Einheitsboom

Die Konjunktur schwächelt - doch am Bau brummt das Geschäft weiter: Die Summe der Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes ist 2018 auf fast 80 Milliarden Euro gestiegen.

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Angesichts des Immobilienbooms hat die deutsche Bauwirtschaft das beste Neugeschäft seit fast einem Vierteljahrhundert erzielt. 2018 stiegen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe laut Statistischem Bundesamt binnen Jahresfrist kräftig um 10,1 Prozent auf 79,5 Milliarden Euro.

Bereinigt um Preissteigerungen und den Effekt von Kalendertagen lag das Plus 2018 bei 4,4 Prozent. Zuletzt war das Neugeschäft 1994 größer gewesen (80,8 Milliarden Euro): Damals wurden im Boom nach der Wiedervereinigung im großen Stil Wohnungen in der Bundesrepublik errichtet.

Allein zum Jahresende stiegen die Auftragseingänge kräftig um 10,3 Prozent gemessen am Vorjahresmonat, wie die Wiesbadener Behörde weiter mitteilte. Dabei habe die Baubranche stark von Großaufträgen profitiert. Das Bauhauptgewerbe umfasst die Errichtung von Gebäuden (Hochbau) ebenso wie etwa von Straßen, Bahnstrecken und Leitungen (Tiefbau). Der starke Wohnungsbau und höhere staatliche Investitionen in die Infrastruktur treiben die Branche seit Längerem an.

Mehr zum Thema: GroKo-Politik treibt Immobilienpreise in die Höhe

beb/dpa



insgesamt 7 Beiträge
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hannesmann 25.02.2019
1.
Die Summe mit 1994 zu vergleichen ohne die zwischenzeitlichen Baukostensteigerungen von über 35 Prozent zu erwähnen führt doch zu völlig falschen Ergebnissen. Von einer Bautätigkeit wie 1994 sind wir noch meilenweit entfernt.
latrodectus67 25.02.2019
2. Aufträge
Die müssen erstmal gebaut und dann bezahlt werden. Mal sehen, ob dieser "offensichtlich ewige" Aufschwung seit 2009 auch wirklich weiter geht. Aber es gibt ja in Deutschland keine Blasen, niemals, vgl Holzmann oder Hochtief. Keine Sorge "Wir schaffen das".
r_saeckler 25.02.2019
3. Es ist ein alter Hut dass manche Indikatoren nacheilen...
Neben der Lohnentwicklung und den Indikatoren zum Arbeitsmarkt (sowohl "offene Stellen" als auch die Arbeitslosenzahlen) ist ein ganz typisches Beispiel die Auftragslage der Bauwirtschaft: bei beginnendem Aufschwung der Konjunktur schlägt dies als letztes auf die Auftragsbücher im Hochbau durch - und wenn die Konjunktur kippt, dann dauert es noch ein, zwei Jahre bis auch die Baubranche die Flaute spürt.
pelayo1 25.02.2019
4.
Zu irgendetwas müssen ja die zwei Millionen Migranten ja gut sein; immerhin schaffen sie Nachfrage; auch wenn die deutschen Steuerzahler sie über das Sozialsystem finanzieren.
herbert 25.02.2019
5. Bei den fast Null Zinsen kann jeder bauen !!!
Doch wehe die Zinsen steigen dann stuerzt der Immobilienmarkt ein wie damals in Spanien. Dann gibt es Haeuser fuer den halben Preis und noch billiger und jede Menge Schuldner mit Schulden bis ueber beide Ohren ! Wie haben eine irre kranke Zinspolitik ! Der Crash kommt !
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