Studie Wohnungspreise in Metropolen entkoppeln sich von Einkommen

Die Immobilienpreise in sechs deutschen Großstädten steigen deutlich stärker als die Einkommen der Einwohner. Das zeigt eine neue Studie.
Baukräne in Köln

Baukräne in Köln

Foto: Oliver Berg/ picture alliance / dpa

In den sechs größten deutschen Städten haben sich die Preise von Wohneigentum von den verfügbaren Einkommen der Bürger einer Studie zufolge signifikant abgekoppelt. Die Kaufpreise in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt und Stuttgart seien seit 2007 im Schnitt um mehr als 50 Prozent gestiegen, teilt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken mit.

"Nach unserer Einschätzung sind die Preise damit in den vergangenen zehn Jahren um rund 45 Prozentpunkte stärker gestiegen als die verfügbaren Einkommen der Stadtbewohner", sagte BVR-Vorstand Andreas Martin.

Aber auch in vielen ländlichen Regionen beschleunigte sich das Preiswachstum in 2016. Im Durchschnitt aller 402 Stadt- und Landkreise verzeichneten die Preise für Wohnimmobilien einen Anstieg von 4,8 Prozent. Auf Bundesebene war dies der sechste Anstieg in Folge.

Im Gegensatz zur Bundesbank sieht der Verband aber im Großen und Ganzen keine "Anzeichen breiter Übertreibungen oder gar einer Immobilienpreisblase". Sowohl im städtischen als auch im ländlichen Bereich hätten sich die Preise seit 2007 weitestgehend im Einklang mit den Mieten und den verfügbaren Einkommen entwickelt.

Anfang Mai hatte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret bezüglich einer Immobilienpreisblase gesagt: "Aber die Ampel steht eindeutig auf Gelb: Das gilt insbesondere für die Preisentwicklung." Seiner Kenntnis nach deuteten Indikatoren bei Kreditvolumen und Vergabestandards auf eine erhöhte Risikonahme der Geldhäuser hin.

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