IAB-Studie Digitalisierung bedroht 60.000 Jobs in der Industrie

Die Digitalisierung krempelt die Industrie um: 430.000 neue Jobs entstehen laut einer Studie - gleichzeitig gingen fast eine halbe Million Arbeitsplätze verloren.
Arbeiter im Daimler-Werk Sindelfingen: "Deutliche Umschichtung von Arbeitsplätzen"

Arbeiter im Daimler-Werk Sindelfingen: "Deutliche Umschichtung von Arbeitsplätzen"

Foto: Marijan Murat/ picture alliance / dpa

Die bevorstehende Digitalisierung in deutschen Fabrikhallen könnte die Branche Arbeitsmarktforschern zufolge bis zu 60.000 Jobs kosten. Zwar dürften mit dem digitalen Wandel in der Produktion, der sogenannten Industrie 4.0, in den kommenden Jahren in Deutschland rund 430.000 neue Arbeitsplätze entstehen. In derselben Zeit gingen aber voraussichtlich 490.000 meist einfachere Jobs verloren, heißt es in einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) .

"Es kommt zu einer deutlichen Umschichtung von Arbeitsplätzen. Dabei werden vor allem Beschäftigte, die heute Maschinen und Anlagen bedienen, betroffen sein", prognostiziert Arbeitsmarktforscher und Mitautor der Studie, Enzo Weber.

Um die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt abzufedern, müssten Firmen frühzeitig gegensteuern, mahnen die Forscher. Gerade Facharbeiter, die bisher an den Produktionsstraßen mit Routinearbeiten beschäftigt sind, müssten rechtzeitig auf anspruchsvollere Aufgaben vorbereitet werden.

mxw/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.