Statistisches Bundesamt Auftragsbestand der Industrie höher als vor Krisenbeginn

Prallere Auftragsbücher als vor der Pandemie: Trotz zweiter Corona-Welle hat die deutsche Industrie gut zwei Prozent mehr Aufträge als im Vorkrisenmonat Februar – auch dank der starken Nachfrage aus China.
Montage im Porsche-Werk in Leipzig

Montage im Porsche-Werk in Leipzig

Foto: Jan Woitas / DPA

Die Auftragsbücher der deutschen Industrie sind auch dank der stärkeren Nachfrage aus China praller gefüllt als vor Beginn der Coronakrise. Der Auftragsbestand wuchs im Oktober um 1,5 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte .

Dabei nahmen die offenen Aufträge aus dem Inland um 1,8 Prozent zu, die aus dem Ausland um 1,2 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen in Deutschland, ist der Bestand inzwischen saison- und kalenderbereinigt um 2,3 Prozent höher.

Auch seit dem Ende des ersten Lockdowns haben sich die Industrieaufträge kräftig erholt. Da die Produktion deutlich langsamer anlief, erhöhten sich die Auftragsbestände. Deren Reichweite legte im Oktober leicht zu auf 6,5 Monate. Diese Zahl gibt an, wie lange die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Bestellungen theoretisch produzieren müssten, um die vorhandene Nachfrage abzuarbeiten.

Die deutsche Industrie befindet sich ungeachtet der zweiten Corona-Welle im Aufwind. Sie nahm im Dezember sogar noch Fahrt auf, wie das Institut IHS Markit bei seiner monatlichen Umfrage herausfand. Dazu hieß es: »Gestützt wird der Aufschwung weiterhin durch steigende Exportumsätze, die von den Unternehmen häufig auf eine stärkere Nachfrage aus China zurückgeführt werden.«

caw/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.