US-Chiphersteller Intel kauft Altera für 16,7 Milliarden Dollar

Der US-Chiphersteller Intel übernimmt den Konkurrenten Altera für rund 16,7 Milliarden Dollar. Die Firma gilt vor allem wegen zweier Sparten als attraktiver Zukauf.

Intel-Aufnahme zur Chipherstellung: Geschäftsbereiche erweitern
Intel

Intel-Aufnahme zur Chipherstellung: Geschäftsbereiche erweitern


Die Übernahme ist eine der größten in der 47-jährigen Unternehmensgeschichte: Der Technologiekonzern Intel kauft den konkurrierenden Chiphersteller Altera für rund 16,7 Milliarden Dollar. Intel zahlt den Altera-Anlegern 54 Dollar je Aktie.

Das entspricht einem Aufschlag von 10,5 Prozent auf den Schlusskurs von Freitagabend. Einem Insider zufolge hatte Altera im April eine Intel-Offerte genau in dieser Größenordnung abgelehnt. Intel betonte, nun seien aber die Managements beider Firmen für den Deal. Die Transaktion soll in sechs bis neun Monaten über die Bühne gehen.

Altera soll dem Halbleiter-Primus helfen, im gewinnträchtigeren Geschäft mit Datenzentren erfolgreich zu sein. Programmierbare Altera-Chips werden unter anderem genutzt, um Suchanfragen im Internet zu beschleunigen. Auch gilt Altera als ein attraktiver Zukauf, weil die Firma Chips für Telefonnetzwerke und Autos herstellt. In diesen beiden Geschäftsbereichen will Intel sich weiterentwickeln, weil die Nachfrage nach PC-Chips aufgrund der wachsenden Smartphone- und Tablet-Nutzung sinkt.

Intel hatte sich von Altera als Partnerunternehmen bereits Chips der Spitzenklasse entwickeln lassen. Altera hatte durch die 2013 vereinbarte Kooperation Zugriff auf einige Intel-Technologien erhalten.

Intel ist der größte Mikrochip-Produzent der Welt. Im vergangenen Herbst hatte der Hersteller eine neue Mobil-Prozessorengeneration vorgestellt, die Chipfamilie mit der Bezeichnung Core M.

Im Januar hatte die Firma aus dem kalifornischen Santa Clara gemeinsam mit drei weiteren US-Hightech-Konzernen eine Art Geheimpakt geschlossen. Intel, Apple, Google und Adobe hatten sich gegenseitig versprochen, keine Mitarbeiter abzuwerben. Dagegen klagten die Angestellten - und bekamen recht.

bos/AP/Reuters



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nofreemen 01.06.2015
1. der grosse Griff
Die Kraken breiten sich unaufhaltsam aus auf Kosten dieset Völker der Welt. Und die Politik muss mit spielen.
Bueckstueck 01.06.2015
2.
Zitat von nofreemenDie Kraken breiten sich unaufhaltsam aus auf Kosten dieset Völker der Welt. Und die Politik muss mit spielen.
Etwas zusammenhangloseres ist dir wohl nicht eingefallen?
GrinderFX 01.06.2015
3.
Zitat von nofreemenDie Kraken breiten sich unaufhaltsam aus auf Kosten dieset Völker der Welt. Und die Politik muss mit spielen.
Das müssen sie uns mal genauer erklären. Intels Kerngeschäft bricht weg und sie beginnen deswegen in eine andere Sparte zu wechseln und das soll nun auf Kosten anderer sein? Gerade Intel ist viel zu verdanken und gerade auf denen hacken sie ohne Begründung drauf rum? Da schulden sie uns aber allen eine Erklärung.
viciousVelo 01.06.2015
4.
Zitat von GrinderFXDas müssen sie uns mal genauer erklären. Intels Kerngeschäft bricht weg und sie beginnen deswegen in eine andere Sparte zu wechseln und das soll nun auf Kosten anderer sein? Gerade Intel ist viel zu verdanken und gerade auf denen hacken sie ohne Begründung drauf rum? Da schulden sie uns aber allen eine Erklärung.
Was ist Intel zu verdanken?
mimas101 01.06.2015
5. tststs
mich wundert lediglich das so ein US-Großkonzern nicht in der Lage sein soll CPUs und andere Chips für Handys und Tabletten zu entwickeln und herzustellen. Normalerweise müßte ein Griff in die Schubladen mit Ätzvorlagen reichen sowas herstellen zu können (wie es z.B. Philips bei der Elektronik für ihre Flach-TVs gemacht hatte). Ist Intel vielleicht nur im Börsenwert groß und ansonsten ist nichts dahinter? Das könnte sich mit dem recht betrüblichen Bild decken das man mittlerweile von US-Großkonzernen her kennt: Stark im Versilbern von Patenten und klagefreudig bei Lizenzen (gerne beruhend auf Erfindungen anderer) aber ansonsten nichts substantielles dahinter.
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