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25. Februar 2014, 15:47 Uhr

Internet-Einkäufe

Plastikgeld-Betrug verursacht Schaden in Milliardenhöhe

Im Euro-Raum nimmt der Betrug mit EC- und Kreditkarten zu - und verursacht einen Schaden in Milliardenhöhe. Ein Großteil der Fälle geht auf Bezahlvorgänge im Internet zurück. Besonders drei Länder sind von den Delikten betroffen.

Frankfurt am Main - Einkäufe im Internet locken zunehmend Kreditkartenbetrüger an. Im Jahr 2012 sei der Betrug mit Kredit- und EC-Karten im europäischen Zahlungsraum erstmals seit vier Jahren wieder angestiegen, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) mit. Der Schaden betrug demnach insgesamt 1,33 Milliarden Euro.

"Die Daten zeigen, dass wir wachsam gegenüber Kartenmissbrauch bleiben müssen", erklärte EZB-Vizepräsident Vitor Constancio. Es müsse mehr für die Sicherheit von Zahlungen vor allem im Internet getan werden.

Die aktuellen Zahlen bedeuten zwar ein Plus von fast 15 Prozent im Vergleich zum Jahr 2011, es handelt sich aber nach wie vor lediglich um einen Bruchteil der Summe aller ausgeführten Transaktionen. Laut EZB sind es nur 0,038 Prozent des gesamten Volumens von 3,5 Billionen Euro. Das bedeutet: Von 2635 Euro, die mit Plastikgeld bezahlt werden, geht rechnerisch ein Euro durch Kartenbetrug verloren.

Delikte betreffen besonders drei Länder

Mehr als die Hälfte des Gesamtschadens, rund 60 Prozent, sei auf Betrug beim Bezahlen im Internet zurückzuführen, erklärte die EZB. Danach folgen Betrügereien beim Einkaufen mit EC- oder Kreditkarte direkt im Laden, sie machen ungefähr 25 Prozent des Gesamtschadens aus. Beim Abheben von Bargeld am Automaten sind es rund 15 Prozent.

Besonders häufig kommen Delikte mit Kreditkarten, Bezahlkarten und deren Geheimnummern laut EZB in Frankreich, Luxemburg und dem nicht zur Euro-Zone gehörenden Großbritannien vor. Der europäische Zahlungsraum SEPA umfasst die Länder der Europäischen Union sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz.

Wer seine EC- und Kreditkartendaten im Netz vor Diebstahl schützen will, braucht eine geschützte Verbindung. Ausspähsicher übertragen werden die Daten nur, wenn der Onlineshop die sogenannte SSL-Verschlüsselung anbietet. Darauf weist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hin. Erkennbar sind solche Verbindungen am Kürzel "https" in der Adresszeile, viele Browser markieren sie außerdem mit einem Vorhängeschloss-Symbol. Gute Onlineshops sollten beim Bezahlen per Kreditkarte außerdem immer nur einen Teil der Nummer anzeigen und den Rest mit Sternchen verdecken.

bos/Reuters/AFP/dpa

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