Schnelles Internet Investor KKR will Glasfasernetz in Deutschland ausbauen

Glasfaserkabel auch in den entlegenen Regionen der Republik: Dafür will die US-Gesellschaft KKR sorgen - und gemeinsam mit dem niederländischen Konzern Reggeborgh 450 Millionen Euro investieren.
Glasfaserkabel (Archivbild): Teurer Breitband-Ausbau auf dem Land

Glasfaserkabel (Archivbild): Teurer Breitband-Ausbau auf dem Land

Foto: Julian Stratenschulte/ picture alliance / dpa

Deutschland hinkt beim Ausbau des Glasfasernetzes hinterher, besonders teuer dürfte es werden, ländliche Gebiete zu erschließen. Bislang zeigten sich Unternehmen daher zögerlich, auf dem Land schnelle Anschlüsse zu bauen. Jetzt will der Finanzinvestor KKR mit einem niederländischen Partner solche Regionen über Glasfasernetze mit schnellem Internet versorgen. Dazu steigt KKR über seinen Infrastrukturfonds mit einem Mehrheitsanteil bei der Deutsche Glasfaser (DG) ein, teilte die Beteiligungsgesellschaft mit .

Die von dem niederländischen Baukonzern Reggeborgh gegründete Deutsche Glasfaser hat seit 2012 nach eigenen Angaben 100.000 Haushalte und Firmen auf dem flachen Land an das Breitbandnetz angeschlossen. Für die Deutsche Telekom und die Kabelbetreiber lohnt sich der Ausbau dort häufig nicht. KKR und Reggeborgh wollen in den nächsten Jahren zusammen 450 Millionen Euro in das Glasfasernetz investieren. "Unsere Auftragsbücher sind mehr als gefüllt", erklärte die Reggeborgh-Tochtergesellschaft DG.

Der Ausbau des Glasfasernetzes in unterversorgten ländlichen Regionen steht seit einem Jahr ganz oben auf der "Digitalen Agenda" der Bundesregierung. Die CDU schreibt sich derzeit erneut auf die Fahne, dass sie so netzaffin und elektronisch wie nur möglich werden will - die Berichte dazu umfassen 75 Seiten Papier.

bos/Reuters
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