Gut 1300 Jobs gefährdet Restaurantkette von Starkoch Jamie Oliver droht die Pleite

Das Gastro-Unternehmen des britischen Starkochs Jamie Oliver ist insolvent. Die Restaurantkette wird unter Gläubigerschutz gestellt. Mehr als 1300 Jobs sind in Gefahr.

Starkoch Jamie Oliver: "Ich bin sehr traurig"
Eric Gaillard / REUTERS

Starkoch Jamie Oliver: "Ich bin sehr traurig"


Berichte über wirtschaftliche Schwierigkeiten gab es schon länger. Nun ist klar: Die Restaurantkette des britischen Starkochs Jamie Oliver wird unter Gläubigerschutz gestellt. "Ich bin sehr traurig und möchte mich bei allen bedanken, die für mehr als zehn Jahre ihr Herz und ihre Seele in dieses Unternehmen gesteckt haben", teilte Oliver mit. "Ich weiß, wie schwierig das für alle Betroffenen ist."

Insgesamt stehen der britischen BBC zufolge etwa 1300 Jobs auf dem Spiel. Gegründet wurde die Restaurantkette 2008. Die Wirtschaftsprüfergesellschaft KPMG soll den Insolvenzprozess nun begleiten.

Der 43-jährige Oliver, der mit seinen Kochbüchern und -Shows weltweit ein Millionenpublikum erreicht, betreibt in Großbritannien Restaurants an 25 Standorten. Zu seinem Geschäft gehören die Restaurants Jamie's Italian, das Steakhouse Barbecoa und Jamie Oliver's Diner.

Jamie-Oliver-Restaurant in London
Leon Neal / Getty Images

Jamie-Oliver-Restaurant in London

Bereits 2017 gab er die Schließung einiger Lokale bekannt und begründete dies unter anderem mit der Unsicherheit infolge der Brexit-Entscheidung, aber auch höheren Personalkosten. In der britischen Gastroszene herrscht ein harter Verdrängungswettbewerb, auch andere Restaurantketten mussten Standorte schließen.

Oliver wurde als Fernsehkoch von der BBC entdeckt und nutzte seine Prominenz, um sich für gesünderes Essen an Schulen einzusetzen.

mmq/Reuters/dpa



insgesamt 31 Beiträge
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querdeutsch 21.05.2019
1. Schon einmal in einem Oliver Resto gegessen?
wir sind in drei Restaurants eingekehrt. Beim ersten Mal dachten wir, ok, geht so, etwas teuer. Beim zweiten Besuch fanden wir das Essen miserabel und überteuert, das Restaurant sah gammelig aus. Unser dritter Versuch führte zur Schlussfolgerung: Nie wieder. Dass die Kette verschwindet, begrüsse ich. Kein Verlust in der Gastronomie.
Bertram Anderer 21.05.2019
2. Quality matter
Das Essen in diesen Restaurants hat nie viel getaugt. Mehrfach probiert, immer enttäuscht. Dabei sind die Kochbücher vom ihm einfach genial. Die besten überhaupt. Wenn man danach kocht hat man die besten Gerichte und es ist immer alles nicht sehr kompliziert. Nur mit dem Essen das er serviert haben diese Kochbücher rein gar nichts zu tun.
swedishhousemike 21.05.2019
3. Rettung
Kann man da nicht mal den Rach hinschicken?
MikelFriess 21.05.2019
4. @querdeutsch Ob ich schon mal in einem Jamies Italian gegessen habe?
Ja habe ich. In London, Bath und Edinbourgh und ich fand es jedes Mal gut. Weder überteuert noch miserabel. Gut wenn man den "shabby chic" z.B. in Bath als "gammelig" empfindet, dann sollte man nicht in solche Restaurants geben. Sich drüber zu freuen, dass die Kette schliessen muss finde ich befremdlich.
StefanXX 21.05.2019
5. Und Peter Zwegat
Zitat von swedishhousemikeKann man da nicht mal den Rach hinschicken?
Und Peter Zwegat am besten noch hinterher, denn offenbar hat er ja ein massives Schuldenproblem.
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