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Gesuchter Ex-Manager von Wirecard Jan Marsaleks Telegram-Konto wurde gelöscht

Seit Wochen ist der frühere Wirecard-Manager Jan Marsalek auf der Flucht. Nun gibt es nach SPIEGEL-Informationen zumindest ein digitales Zeichen von ihm. Was das bedeutet, ist aber noch unklar.
aus DER SPIEGEL 36/2020
Fahndungsplakat in Hamburg: Der Ex-Wirecard-Topmanager Marsalek wird inzwischen international gesucht

Fahndungsplakat in Hamburg: Der Ex-Wirecard-Topmanager Marsalek wird inzwischen international gesucht

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Daniel Bockwoldt / dpa

Der seit Wochen flüchtige Ex-Wirecard-Topmanager Jan Marsalek hat möglicherweise ein digitales Lebenszeichen gesendet: Das Konto des mutmaßlichen Bilanzbetrügers beim russischen Smartphone-Messaging-Dienst Telegram wurde nach SPIEGEL-Informationen kürzlich gelöscht.

Telegram gilt als sicher verschlüsselter Kommunikationskanal und wird vielfach für geheime Chats verwendet – von Kriminellen, aktuell aber etwa auch von politischen Oppositionsgruppen in Belarus. Marsalek steuerte seine Kommunikation Insidern zufolge hauptsächlich über den von zwei Russen gegründeten Telegram-Kanal. Ob er selbst oder jemand anders den Account gelöscht hat, ist allerdings unklar, ebenso der Anlass.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Telegram-Konto zu löschen: entweder per Voreinstellung am Smartphone mit einem oder mehreren Monaten Vorlauf – oder spontan. Dafür muss sich der Nutzer über einen Computer in sein Telegram-Konto einloggen. Marsalek wird seit Wirecards Zusammenbruch Ende Juni mit internationalem Haftbefehl gesucht. Seine Spur hat sich seit seiner Flucht verloren. Der Österreicher gilt als Drahtzieher hinter dem mutmaßlichen Milliardenbetrug des früheren Dax-Konzerns. Marsalek pflegte zudem Kontakte zu russischen Geheimdienstmitarbeitern. Sein Anwalt wollte sich nicht äußern.

DER SPIEGEL 36/2020

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