Geldspritze der Notenbank Tokios Börse schließt mit Kurssprung

Die neuen Konjunkturhilfen der japanischen Notenbank haben die Tokioter Börse beflügelt. Der Nikkei-Index schloss auf dem höchsten Stand seit sieben Jahren.

Börse in Japan (Archivbild): Auftrieb nach Hilfen der Notenbank
AFP

Börse in Japan (Archivbild): Auftrieb nach Hilfen der Notenbank


Tokio - Der japanische Aktienmarkt hat am Dienstag mit kräftigen Gewinnen geschlossen. Der Nikkei Chart zeigen für 225 führende Werte gewann 448 Punkte oder 2,73 Prozent hinzu und lag am Schluss bei 16.862 Punkten, dem höchsten Stand seit sieben Jahren. Zeitweise hatte der Index sogar um mehr als vier Prozent zugelegt.

Der breit gefasste Topix Chart zeigen stieg um 35 Punkte oder 2,63 Prozent auf 1368 Punkte. Dazu trug auch der schwächere Yen Chart zeigen bei, der Anleger zu Käufen von Exportwerten auf breiter Front veranlasste.

Damit setzte der Markt nach dem feiertagsbedingten langen Wochenende seine kräftige Rally fort. Die japanische Notenbank hatte am vergangenen Freitag überraschend die Geldschleusen noch weiter geöffnet, um die Wirtschaft zu stützen. Das gebe der Börse noch immer Auftrieb, sagten Händler. Zumal auch der Yen weiter nahe seines kürzlich markierten Siebenjahrestiefs lag, wovon Exportwerte zusätzlich profitierten.

ssu/dpa/Reuters

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insgesamt 3 Beiträge
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carahyba 04.11.2014
1.
Das grosse Geld geht wieder an die Börse, das wussten die Zentralbanker doch vorher. Es stellt sich zum wiederholten Male die Frage was das soll. Meine Vermutung ist, dass die mächtigen Zockersyndikate wieder einmal Volatilität zur Verfügung gestellt bekommen um die kleinen zu balbieren wie so oft in der Vergangenheit. Der Kurssprung dient dazu. Einen anderen Effekt hat diese "Konjunkturhilfe" nicht.
coyote38 04.11.2014
2. Hurra ...
Ist es nicht schön ...? Es gibt die nächste substanzlose Spekulationsblase mit Inflationsgeld ... :)
dapmr75 04.11.2014
3. Gott sei Dank!
Ich bin froh, dass dieser Artikel wieder einmal zeigt, dass die Eingriffe der Zentralbank aber auch gar nichts mit den Börsenkursen zu tun haben und das all das Intervenieren nur zum Wohle/ Wohlstand des Volkes geschieht. Nachdem im letzten Jahr klar war, dass die berüchtigte J-Kurve aufgrund der BoJ-Eingriffe nicht kommen kann, unternimmt also die BoJ nun den wiederholten Versuch in der "Hoffnung", dass jetzt aber auch alles anders wird. Immer wieder erstaunt, wie lang viele angeblich intelligente Menschen brauchen, Fehler zu erkennen und umzudenken. Wie letztes Jahr die gleiche Vorhersage: Die BoJ-Pfusche wird nix bringen außer importierte Inflation und noch mehr Konsumverzicht in dessen Folge. Viel Spass.
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