Superreicher Rapper Jay-Z steigt bei Cannabis-Firma ein

Er ist der erste Milliardär der Rap-Geschichte und hat sein Vermögen auch mit geschickten Investments aufgebaut. Nun will Jay-Z die Geschäfte einer kalifornischen Marihuana-Marke vorantreiben.

"Ich bin kein Geschäftsmann. Ich bin ein Geschäft, Mann", rappte Jay-Z einst.
Michael Germana/STAR MAX/IPx/AP

"Ich bin kein Geschäftsmann. Ich bin ein Geschäft, Mann", rappte Jay-Z einst.


Als Teenager verdiente Jay-Z sein Geld als Drogendealer, jetzt steigt der Rapper wieder in das Geschäft mit Marihuana ein - dieses Mal allerdings mit legalem. Jay-Z werde den Posten als "Chief Brand Strategist" übernehmen, teilte die Cannabis-Firma Caliva mit Sitz im kalifornischen San Jose mit. In dieser leitenden Rolle soll der Musiker die Entwicklung der Marke prägen und Öffentlichkeitsarbeit leisten.

Der Rapper werde sich unter anderem für soziale Gerechtigkeit engagieren und Ex-Häftlinge in das Geschäft einbinden. "Wir wollen etwas Großartiges schaffen, dabei Spaß haben, Gutes tun und Leute einbeziehen", sagte Jay-Z.

Caliva verkauft das klassische Marihuana zum Rauchen, aber auch essbare Cannabis-Produkte, Körperlotionen und Drinks. In zehn USA-Bundesstaaten, darunter auch Kalifornien, darf Cannabis als Freizeitdroge konsumiert werden. Weitere Staaten erlauben den Besitz kleiner Mengen oder den Konsum zu medizinischen Zwecken.

Lesen Sie hier: Rapper als Investoren - In da Börse

Jay-Z hat im Laufe seiner Karriere auch mit Investments abseits der Musikbranche ein Vermögen aufgebaut: Er gründete ein eigenes Modelabel, investierte in Champagner- und Cognacmarken. Der Ehemann von Popsuperstar Beyoncé gilt als der erste Rap-Milliardär.

Bei Caliva ist er jedoch nicht die erste Berühmtheit: Im Januar waren bereits die American-Football-Legende Joe Montana und Ex-Yahoo-Chefin Carol Bartz als Investoren bei der Firma eingestiegen. Mittlerweile mischen viele Prominente bei diversen Unternehmen auf dem florierenden Marihuana-Markt mit - darunter Rapper Snoop Dogg, Schauspielerin Whoopi Goldberg und Ex-Boxchampion Mike Tyson.

kko/dpa



insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Zäsus 10.07.2019
1.
Warum das einer Meldung wert ist? Weil Dümpel-Deutschland die müden Klüsen nicht aufkriegt, was so liberales in der Welt passiert. Das löchrige Staatssäckle würde von einer Steuer profitieren, doch hier staunt man nur Bauklötze, dass ein Jay-Z investiert. Aber den kenn Faru Mortler nicht, den gibt es folglich nicht. Und dann kommt die Keule, wir hätten schon genug andere Probleme. Nunja, stimmt, vom Schleifenlassen, und da brauch man sich nunmal bei CxU nicht mehr wundern. Es macht einen aber auch müde, die unwiderlegbaren Pro-Argumente bei den ewig gestrigen Konservativen immer wieder gegen müde Augen und taube Ohren zu sprechen.
cyborgpiratelaserninja 10.07.2019
2.
Joa und jetzt? Hier in D wird man seit ein paar Jahren auch regelmäßig mit Angeboten für Investments in legalen Cannabisfirmen umgarnt. Auch hier bei SPON. Man beachte dazu das Werbebanner mit dem Feld aus Cannabispflanzen. Diverse Promis stehen hinter irgendwelchen Firmen die Drogen wie Alkohol produzieren. Von daher bleibt da eigentlich nicht mehr als ein Schulterzucken übrig.
Tim Schäfer 10.07.2019
3. und wieder....
Dr Dre war der erste Rap Milliadär nach dem Beats Deal mit Apple.
Penu 10.07.2019
4. 2,66 Milliarden kostet uns die Prohibition in Deutschland. Jedes Jahr.
Und das ist noch vorsichtig geschätzt. "Berlin, 16.11.2018 - In diesen Minuten stellt Prof. Dr. Justus Haucap auf der "Cannabis Normal!", der Legalisierungskonferenz des Deutschen Hanfverbands, die mit Spannung erwartete Studie zu den Kosten des Cannabisverbots in Deutschland vor. Im Fall einer Legalisierung von Cannabis würden jährlich über 2,66 Milliarden Euro in die Staatskassen fließen. Allein bei der Polizei würden durch die wegfallende Strafverfolgung über eine Milliarde Euro jährlich eingespart und mit einer Steuer auf Cannabisprodukte jährlich 650 Millionen Euro in die Staatskassen gespült werden. Eine weitere Milliarde pro Jahr kommt durch diverse weitere Steuerarten zusammen. "Es existieren weitere Einsparmöglichkeiten, zum Beispiel bei der Justiz, die derzeit nicht bezifferbar sind. Außerdem könnten ca. 20.000 Arbeitsplätze geschaffen werden", so Haucap auf der "Cannabis Normal!"." Quelle: https://hanfverband.de/nachrichten/pressemitteilungen/neue-studie-kosten-der-cannabis-prohibition-in-deutschland-wachsende-zustimmung-fuer-legalisierung-in-deutschland
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.