HNST im Nasdaq Jessica Albas Beautyfirma startet erfolgreich an der Börse

Ihre Karriere startete in Hollywood. Seit ein paar Jahren übt sich Jessica Alba auch als Unternehmerin für Baby- und Beautyprodukte. An der US-Technologiebörse Nasdaq konnte sie nun viel Geld einsammeln.
Jessica Alba bei einer Preisverleihung 2019: Im Geschäft mit Feuchtigkeitscremes und Wimperntusche

Jessica Alba bei einer Preisverleihung 2019: Im Geschäft mit Feuchtigkeitscremes und Wimperntusche

Foto: Jordan Strauss / AP

Oft ist es persönlicher Einsatz, der eine Idee erfolgreich macht. Bei Schauspielerin Jessica Alba könnte genau das auf ihre Honest Company zutreffen – schließlich soll es ihre erste Tochter Honor gewesen sein, die die 40-Jährige im Jahr 2011 zur Gründung des Kosmetikunternehmens inspirierte.

Nun zahlt sich die Arbeit an dem Projekt aus: Das Unternehmen des Hollywoodstars hat an der Techbörse Nasdaq erfolgreich Premiere gefeiert. Der Einstandskurs der am Mittwoch erstmals unter dem Ticker »HNST« gehandelten Aktien lag mit 21,22 Dollar deutlich über dem Ausgabepreis von 16 Dollar. Den ersten Handelstag beendeten die »HNST«-Aktien mit 23 Dollar beziehungsweise sieben Prozent im Plus.

Laut Nachrichtenagentur AP hatte Alba die Honest Company gegründet, nachdem ein Babywaschmittel zu allergischen Reaktionen in der Familie geführt hatte. Zu den ersten Produkten des Unternehmens gehörten neben Waschmitteln auch Windeln und Feuchttücher, die online verkauft wurden.

Honest war noch nie profitabel

Heute sind unter der Marke Feuchtigkeitscremes, Wimperntusche und Vitamine zu haben. Das auf Baby- und Beauty-Produkte spezialisierte Unternehmen erreichte damit zunächst eine Bewertung von rund 1,9 Milliarden Dollar. Die unter anderem durch den Film »Sin City« bekannt gewordene Schauspielerin ist auch die wichtigste Werbeträgerin der Firma.

Das Unternehmen wirbt damit, dass seine Produkte saubere Inhaltsstoffe enthielten. Aufgrund von Produktproblemen war das Image der Firma in der Vergangenheit jedoch etwas angekratzt. Honest zahlte 7,4 Millionen Dollar, um eine Sammelklage aus dem Jahr 2015 beizulegen. Die Kläger hatten behauptet, die Sonnencreme sei unwirksam und nicht natürlich, wie auf dem Etikett angegeben. Anfang dieses Jahres rief das Unternehmen ein Schaumbad zurück, das möglicherweise mit infektionsauslösenden Bakterien kontaminiert war.

Honest Co. mit Sitz in Los Angeles hat nach eigenen Angaben beim Börsengang 413 Millionen Dollar eingenommen. Das Unternehmen plant, einen Teil des Geldes für die Expansion und den Verkauf seiner Produkte außerhalb der USA zu verwenden.

Profitabel war das Unternehmen noch nie. 2020 verzeichnete es einen Verlust von 14,5 Millionen Dollar, allerdings stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent auf 300 Millionen Dollar. Alba gehören 6,1 Prozent der Firma. Bei einem geschätzten Firmenwert von 2,1 Milliarden Dollar entspricht das einem Wert von fast 130 Millionen Dollar.

apr/dpa/AP
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