Jobabbau Bundesregierung mahnt Siemens zu fairen Regelungen

Im Streit um den Abbau Tausender Arbeitsplätze bei Siemens schaltet sich die Bundesregierung ein. Die Entscheidung des Unternehmens sei von großer Tragweite für den Industriestandort Deutschland.
Protestierende Siemens-Mitarbeiter

Protestierende Siemens-Mitarbeiter

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa

Die Bundesregierung bedauert die Ankündigung von Siemens, seine Werke in Leipzig und Görlitz zu schließen und die Arbeitsplätze abzubauen. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Die Regierung gehe davon aus, dass sich die Unternehmensführung in sehr enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern um faire Regelungen kümmere.

Dies sei eine Unternehmensentscheidung, sagte Seibert, die nicht nur für die betroffenen Menschen und Regionen, sondern für den Industriestandort Deutschland von großer Tragweite sei. Die Siemens-Ankündigung, fast 7000 Arbeitsplätze abzubauen und mehrere Werke zu schließen, hatte an den betroffenen Standorten eine Protestwelle ausgelöst.

"Sollte der Vorstand bei seinen Plänen bleiben, werden wir mit den uns als Gewerkschaft zur Verfügung stehenden Mitteln weitermachen", hatte Siemens-Aufsichtsrat und IG-Metall-Vorstandsmitglied Jürgen Kerner in der "Süddeutschen Zeitung" angekündigt. "Dann schließen wir auch einen Arbeitskampf, also Streiks, als letztes Mittel nicht aus."

kig/Reuters
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