Jobabbau GM verschont Opel-Entwicklungszentrum

Erleichterung bei Opel in Rüsselsheim: GM ist offenbar von seinem Plan abgerückt, mehr als 500 Stellen im Entwicklungszentrum abzubauen. Betriebsrat Franz beharrt trotzdem darauf, Sparmaßnahmen nur gegen Zugeständnisse an die Belegschaft mitzutragen.

GM-Europachef Reilly und Opel-Betriebsrat Franz: In drei Jahren wieder Gewinne
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GM-Europachef Reilly und Opel-Betriebsrat Franz: In drei Jahren wieder Gewinne


Rüsselsheim - Es ist ein kleiner Lichtblick: Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) wird nun doch keine Stellen im Opel-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim abbauen. Das habe Opel-Europachef Nick Reilly der Belegschaft bei einer Betriebsversammlung in Rüsselsheim mitgeteilt, sagte der Betriebsratsvorsitzende Klaus Franz am Freitag. GM sei damit von den ursprünglichen Plänen abgerückt, 548 Ingenieursstellen abzubauen.

Insgesamt will GM zur Sanierung der schwächelnden Tochter in Europa bis zu 9000 Arbeitsplätze abbauen. Auf diese Weise will GM mit Opel in Europa in drei Jahren wieder Gewinne einfahren. "Wir verfolgen einen klaren Zukunftsplan, bei dem es darum geht, eine langfristige Perspektive für die Beschäftigten zu schaffen", sagte Reilly.

Franz bekräftigte, dass die Opelaner keine Sanierungsbeiträge schultern würden, ohne eine Gegenleistung zu erhalten. Würde GM ähnliche Zusagen machen wie Magna, wären die Arbeitnehmer dagegen bereit, zur Sanierung beizutragen. Dann könnten die Beschäftigten mit einem Sparbeitrag von jährlich 265 Millionen Euro zur Sanierung des Autobauers beitragen.

Auch soll Opel entgegen ursprünglicher Planungen nicht länger von lukrativen Märkten wie den USA oder China ausgeschlossen sein, erklärte Franz. Interimschef Reilly habe versichert, dass es keine Restriktionen für die Marke auf den globalen Märkten geben werde. Opel/Vauxhall solle stärkere Eigenverantwortung bekommen. Einen detaillierten Plan will der Opel-Europachef bis Mitte des Monats vorlegen.

ore/dpa-afx/Dow Jones/AP

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mr green 03.11.2009
1.
was soll man sagen?das ganze ist so irrwitzig und abstrakt, dass einem schlicht die worte fehlen...dumm gelaufen....wär fast eine lustige parodie, wenn es dabei nicht um menschen gehen würde. aber rational gesehen, handhaben wir ja zwischenzeitlich alles systemisch...von demher: naiv ist der, der sich noch über irgendetwas wundert!
Haio Forler 03.11.2009
2.
Zitat von sysopGeneral Motors will Opel jetzt doch behalten - und lässt den Deal mit Magna platzen. Wie blamiert ist die deutsche Politik nach dem Hin und her?
Kann nicht Quelle mal langsam Opel übernehmen? Oder Ravensburger? Ich kann das widerlich-langweilige Thema langsam nicht mehr hören. Macht mit Opel, was ihr wollt. Nur lasst uns langsam in Ruhe mit dem Gähnfaktor. Wer kauft schon einen Astra.
erben2 04.11.2009
3. Blamage??
Zitat von sysopGeneral Motors will Opel jetzt doch behalten - und lässt den Deal mit Magna platzen. Wie blamiert ist die deutsche Politik nach dem Hin und her?
Blamiert? Wieso? Die Herren Koch, Rüttgers und zu Gutenberg haben sich schon vorher der Lächerlichkeit preis gegeben. Herr Rüttgers flog in den USA um für die Arbeiter in Bochum zu kämpfen. Herr zu Gutenberg stand als bestangezogener Politiker Deutschlands in New York und war kurz davor den Ackemann zu machen (Victory) und Herr Koch gab uns schon vor Monaten den Schwätzer. Es geht nicht um die Blamage der deutschen Politik, dazu braucht man auch keine Opel-Krise. Es geht um Tausende Menschen, die sich von der Geschwätzigkeit, der Eitelkeit und der Unehrlichkeit der meisten Beteiligten haben veralbern lassen. Es geht um Arbeiter und Angestellte in den Fabriken, denen in deutscher Sprache das Hemd ausgezogen wurde und die jetzt zu hören bekommen, dass die Manager bei GM schuld sind. Die Krise und Wahlkampf - eine schlimme Kombination.
smokeonit 04.11.2009
4. richtig
richtige Entscheidung! nur unter GM hat Opel eine Chance zu überleben!
Philip Marlowe 04.11.2009
5. Die deutsche Politik
hat nur einmal mehr ihre Realitätsverweigerung bewiesen. Spätestens seit der de facto Verstaatlicheung von General Motors steht der Konzern nicht mehr finanziell mit dem Rücken zur Wand und der (Not-)Verkauf eines der produktivsten Unternehmensteile ist unternehmerischer Widersinn geworden. In Detroit konnte man sich beruhigt zurücklehnen und abwarten, wieviele Milliarden die Deutschen bis zur Bundestagswahl noch lockermachen. Und jetzt sagt man den Schwachsinn mit Magna und der quasi-staatlichen russischen Bank eben wieder ab. That's life...
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