Technologiekonzern Siemens stellt Weichen für Kaeser-Nachfolge

Siemens baut seinen Vorstand um und besetzt zwei Posten neu. Der Konzern bereitet sich damit offenbar auf den sich abzeichnenden Abschied von Joe Kaeser vor.

Siemens-Chef Joe Kaeser: Wer wird sein Nachfolger?
Hayoung Jeon/ EPA-EFE/ REX

Siemens-Chef Joe Kaeser: Wer wird sein Nachfolger?


Der Technologiekonzern Siemens hat einen Nachfolger für die ausscheidende Personalchefin Janina Kugel gefunden: Roland Busch soll den Posten im Konzernvorstand zum 1. Dezember übernehmen, teilte der Konzern nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Bereits zum 1. Oktober wird er im Vorstand Stellvertreter von Konzernchef Joe Kaeser und soll für die Umsetzung des neuen Strategieprogramms verantwortlich sein.

Dessen Abschied zeichnet sich bereits ab. Der Aufsichtsrat werde im Sommer 2020 darüber entscheiden, wer Kaeser an der Spitze des Vorstands nachfolge - und zu welchem Zeitpunkt, teilte Siemens mit. Aus Unternehmenskreisen heißt es, dass Busch dafür ein Kandidat sei.

Auch für sein Energiegeschäft hat Siemens einen neuen Chef gefunden. Michael Sen soll die Führung der vor einem Börsengang stehenden Sparte übernehmen. Vorerst wird Sen ab 1. Oktober innerhalb des Konzerns Co-Chef des Bereichs, der noch als Siemens Operating Company Gas and Power (GP) firmiert. Siemens plant eine Börsennotierung des Geschäfts im September 2020.

Sen ist derzeit im Siemens-Vorstand für die bereits börsennotierten Töchter Siemens Healthineers und Siemens Gamesa verantwortlich.

hej/dpa



insgesamt 10 Beiträge
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Affenhirn 18.09.2019
1. @#1 pragmat - selten solch einen Stuss gelesen
Solarenergie, die wir nutzen, ist für die Bekämpfung des CO2-Gehaltes nicht vollkommen wertlos. Durch ihren Einsatz wird die Erzeugung von CO2 z.B. Aus fossilen Brennstoffen entsprechend verhindert. Und die von der Solarzelle zunächst in potenzielle Energie umgewandelte Sonnenenergie wird auch ohne Vorhandensein der Solarzelle in Wärmeenergie gewandelt (was denn sonst?) - nur eben über den Umweg der Energiezwischennutzung durch die Menschheit. Da geht aber einiges an Halbwissen durcheinander.
stelzerdd 18.09.2019
2. Josef Käser der Retter
Käser zerlegt den Siemens-Konzern nach dem mutmaßlichen Willen von Finanzinvestoren. Mit Klimarettung hat das wenig zu tun. Der Ausdruck "Erneuerbare Energien" ist ein ökonomisch und politisch gebrauchter Begriff und natürlich kein naturwissenschaftlicher. Das weiß sicher auch der geschmähte Herr A. Und übrigens ist die Solarzelle mittelbar für die Bekämpfung des CO²-Gehalts der Atmosphäre von großer Bedeutung, weil ihre Stromerzeugung die Energiegewinnung aus Verbrennung von fossilen Energieträgern ersetzt - diese erzeugt neben Unmengen von CO² nämlich noch zusätzlich den von "pragmat" beanstandeten letztendlich entstehenden Wärmemüll. Der Satz "Der Strom einer Solarzelle hat wissenschaftlich gesehen nur noch eine Funktion für den Klimaschutz, wenn dieser für das Pflanzen von Vegetation und Abscheiden von CO2 aus der Luft benutzt wird" ist ganz einfach falsch. Und unwissenschaftlich.
MisterD 18.09.2019
3. @1...
Zum Siemens-Chef kann man eigentlich nicht mehr viel sagen. Hr. Kaeser hat seine Vision umgesetzt und den Konzern maximal zersplittert. Was am Ende bleiben wird, ist eine Holding, die Anteile an den Töchtern hält, Gewinne abschöpft und Verluste mit der "Entlassung in den freien Markt" bestraft... Großkonzerne werden damit zwar agiler, verlieren aber auf Dauer ihren großen Vorteil, dass schwache Zeiten in Geschäft A kurzfristig durch gute Zeiten in Geschäft B abgefedert werden können. Geht Geschäft A in schweren Zeiten pleite, steht es der Holding in guten Zeiten nicht mehr zur Verfügung... und schlechte Zeiten erlebt fast jede Branche mal... Die These Solarzellen würden die Wärme der Sonnenenergie verstärkt auf der Erde halten, ist natürlich vollkommen, man muss es betonen, vollkommen absurd... Denn die elektrische Energie wird auf der Erde nun einmal benötigt. Wenn man nun die Energie der Sonne anzapft, dann verbleibt, vermutlich ein Teil in Form von Abwärme auf der Erde. Das ist eine simple Rechnung. Die Sonnenenergie wird zu ca. 20% genutzt, der Rest "verpufft", weil die Solarzelle das Wellenlängenspektrum der Sonne nur sehr, sehr eingeschränkt nutzen kann. Sagen wir die Solarzelle wird noch warm, weil die Sonne sie aufheizt, dann verbleiben 25% der Sonnenstrahlung auf der Erde als Wärme... Was passiert nun, wenn wir Kohle oder Öl verbrennen? Was ist überhaupt Kohle und Öl? Kohle und Öl IST Sonnenenergie und zwar in Form abgestorbener Pflanzen, welche die Sonnenenergie gespeichert haben und dann unter Luftabschluss abgestorben sind... Verbrennen wir diese Energieträger nun, um dadurch Strom zu gewinnen, gelangen 100% der Sonnenenergie als Wärme in die Atmosphäre... 100% nicht nur 25%... Aber mal ganz davon abgesehen... Wärme an sich, ist nicht unser Problem. Das Problem liegt tatsächlich einzig und allein in der Atmosphäre. Mehr CO2 in der Atmosphäre bedeutet, dass weniger Wärmeenergie von der Erde ins All "entweichen" kann. Deswegen ist der Mond auf der Sonnenseite 100°C heiss und auf der Nachtseite -100°C kalt. Keine Atmosphäre... da liegt der Schlüssel... NICHT in der Wärmeleistung auf der Erdoberfläche...
sabine_fauer 18.09.2019
4. Siemens ade!
Siemens leidet an einer Krankheit: Wenn etwas schlecht läuft, wird es verkauft, sprich an die Börse gebracht. Man macht sich nicht mehr die Mühe, etwas zu fixen. Wahrscheinlich ist man auch nicht mehr im Stande, das zu leisten. Mit Powerpoints macht man keine Firma. Das passiert seit Pierer so. Siemens ist eine leere Hülle. Völlig Blutleer. Ein Schnapper von GE oder Google oder einem Fond, und Siemens ist Geschichte. Echt lustig, vor kurzem, als jeder Politiker nach spionagefreiem 5G geschrien hat (natürlich von Siemens) und Siemens konnte nichts liefern, weil der Telefonbereich vor 10 Jahren plattgemacht wurde. Siemens spielt keine Rolle mehr im Weltmassstab.
MisterD 18.09.2019
5. Nö...
Zitat von sabine_fauerSiemens leidet an einer Krankheit: Wenn etwas schlecht läuft, wird es verkauft, sprich an die Börse gebracht. Man macht sich nicht mehr die Mühe, etwas zu fixen. Wahrscheinlich ist man auch nicht mehr im Stande, das zu leisten. Mit Powerpoints macht man keine Firma. Das passiert seit Pierer so. Siemens ist eine leere Hülle. Völlig Blutleer. Ein Schnapper von GE oder Google oder einem Fond, und Siemens ist Geschichte. Echt lustig, vor kurzem, als jeder Politiker nach spionagefreiem 5G geschrien hat (natürlich von Siemens) und Siemens konnte nichts liefern, weil der Telefonbereich vor 10 Jahren plattgemacht wurde. Siemens spielt keine Rolle mehr im Weltmassstab.
das ist Unsinn in die umgekehrte Richtung. Zu behaupten ein Unternehmen mit einem Umsatz von 85 Milliarden EUR spiele keine Rolle mehr im Weltmaßstab ist ziemlich absurd. GE hat aktuell einen Börsenwert, auch Marktkapitalisierung genannt, von ca. 72. Mrd EUR, Siemens von ca. 82 Mrd. Den "Schnapper" möchte ich mal sehen, dass ein Unternehmen einen Kredit von 120% seines Umsatzes aufnimmt, um den "Konkurrenten" zu kaufen... denn Sie dürfen nicht vergessen, bei Übernahmen werden in der Regel Kursaufschläge von 10 bis 20% bezahlt, sonst verkaufen die Aktionäre ihre Anteile nicht... Obwohl "vergessen"... bei Ihren hahnebüchenen Gedanken gehe ich mal davon aus, dass Sie von vornherein überhaupt keine Ahnung von diesem Geschäft haben...
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