Asbestrisiko Johnson & Johnson ruft Babypuder zurück

Ein Babypuder von Johnson & Johnson soll krebserregend sein. Nun hat der Konzern in den USA eine Charge davon zurückgerufen - diesmal wegen Asbestrisiken.

Baby Powder von Johnson & Johnson: Rückruf wegen Asbestrisiken
Shannon Stapleton/REUTERS

Baby Powder von Johnson & Johnson: Rückruf wegen Asbestrisiken


Johnson & Johnson ruft in den USA einen geringen Teil ihres Pflegemittels "Baby Powder" wegen Asbestrisiken zurück. Das US-Unternehmen begründete den Schritt in einer Mitteilung mit einem "Übermaß an Vorsicht".

Es handle sich lediglich um eine einzelne Produktions-Charge, bei der die Gefahr einer minimalen Asbest-Kontamination bestehe. Demnach sollen insgesamt 33.000 Flaschen betroffen sein.

Die Untersuchung der möglichen Verunreinigung könne bis zu 30 Tage dauern. Johnson & Johnson ist mit seinem "Baby Powder" wegen angeblicher Krebsrisiken ohnehin schon mit Sammelklagen konfrontiert.

Im August 2018 war Johnson & Johnson bereits zu einer Strafe von 4,69 Milliarden Dollar verurteilt worden. Geklagt hatten 22 Frauen, die "Baby Powder" für ihre Eierstockkrebserkrankungen verantwortlich gemacht hatten.

Anleger reagierten nervös auf den Rückruf, die Aktie gab deutlich nach. Johnson & Johnson hat nicht nur wegen des Pflegemittels rechtlichen Ärger. Auch bei der Klagewelle gegen Firmen, die mit süchtig machenden Schmerzmitteln zur Opioidkrise und Drogenepidemie in den USA beigetragen haben sollen, ist das Unternehmen unter den Beschuldigten.

Zudem wurde der Konzern jüngst wegen eines Medikaments, das angeblich zu unnormalem Brustwachstum bei Männern führt, zu Schadensersatz in Höhe von acht Milliarden Dollar verurteilt.

fek/dpa/Reuters

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