Betrug an reichen Kunden Ehemaliger JP-Morgan-Banker festgenommen

Er versprach den Kunden ein risikoarmes Investment, tatsächlich nutzte er ihre Millionen für eigene Spekulationen an der Börse: Ein ehemaliger Kundenbetreuer der US-Großbank JP Morgan hat Geld unterschlagen, nun wurde er festgenommen.

Zentrale von JP Morgan: "Untröstlich und wütend" über Skandal
AFP

Zentrale von JP Morgan: "Untröstlich und wütend" über Skandal


Für JP Morgan ist es eine peinliche Affäre, doch die betroffenen Kunden aus den USA sollen am Ende keinen Schaden haben. Ein ehemaliger Angestellter der Bank hat Geld reicher Kunden unterschlagen und damit für sich selbst an der Börse spekuliert - allerdings ohne Erfolg. Nun wurde der Mann festgenommen.

Der 48-Jährige hat nach Angaben der US-Börsenaufsicht in mehr als drei Jahren vom Vermögen seiner Kunden mindestens 20 Millionen Dollar abgezweigt. Er soll das Geld für eigene Spekulationen und einen Immobilienkredit unterschlagen haben.

Der Mann arbeitete seit 2002 für JP Morgan und betreute rund 500 reiche Kunden. Zwei von ihnen überredete er laut Börsenaufsicht zum Beispiel, ihm mehr als zwölf Millionen Dollar anzuvertrauen. Er versprach, sie in risikoarme kommunale Anlagen zu investieren. Stattdessen floss das Geld auf sein eigenes Konto und auf ein weiteres, das auf den Namen seiner Frau lief. Um die Kunden nicht zu beunruhigen, überwies der Mann Geld hin und her.

JP Morgan Chart zeigen feuerte den Mitarbeiter im März. Die Bank sei "untröstlich und wütend", erklärte ein Sprecher. Den betroffenen Kunden werde kein Schaden entstehen. Den Unterlagen der Börsenaufsicht zufolge alarmierte die Bank selbst die Behörden. Allein im vergangenen Jahr verlor sie durch die erfolglosen Spekulationen des Mannes 13,5 Millionen Dollar.

mmq/AFP



insgesamt 4 Beiträge
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Marianne Rosenberg 17.04.2015
1. oh - eine Kommentarfunktion!
ist ja schön, dass er verklagt wird, geht es doch um das Geld der Wohlhabenden. Wer verklagt denn die EZB? Da geht`s um unser aller Geld.
wo_st 17.04.2015
2. Hätte er doch eine Oma betrogen
Er wäre nie und nimmer verfolgt worden, wären die betroffenen arme Schlucker gewesen.
max-holzdorf 17.04.2015
3. Betrug an reichen Kunden:
"zum glück" hat es mal "nicht" die "armen" getroffen ...*hust*
pevoraal 17.04.2015
4. Mitleid
fuer die Anleger kann ich nicht wirklich empfinden. Ich frage mich allerdings wann die Vernichter der privaten Renten endlich vor Gericht gestellt werden.
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