Verdacht gegen US-Großbank JP Morgan soll Energiemarkt manipuliert haben

JP Morgan gerät erneut ins Visier der Aufsichtsbehörden: Neben den milliardenschweren Fehlspekulationen der Großbank überprüft die US-Regierung jetzt auch deren Energiegeschäfte. Das Kreditinstitut wird verdächtigt, den Markt manipuliert zu haben.

Lobby im JP-Morgan-Gebäude: E-Mails der Bank sollen Energiegeschäfte offenlegen
REUTERS

Lobby im JP-Morgan-Gebäude: E-Mails der Bank sollen Energiegeschäfte offenlegen


Washington - Erst vernichtet die US-Großbank JP Morgan Chase bei obskuren Spekulationsgeschäften zwei Milliarden Dollar, jetzt gerät das Kreditinstitut wegen seiner Handelstätigkeit auf dem amerikanischen Energiemarkt unter Druck. Die US-Aufsichtsbehörden gehen dem Verdacht der Marktmanipulation in Kalifornien und dem Mittleren Westen nach.

Am Montag reichte die Bundeskommission zur Energieregulierung (FERC) bei einem Bundesgericht den Antrag ein, dass die Bank interne Nachrichten zu dem Thema herausgeben solle. Der "New York Times" zufolge handele es sich dabei um 25 E-Mails, die Details zu Geschäften der Bank auf dem Energiemarkt offenlegen würden.

Die Behörde geht zudem dem Verdacht nach, JP Morgan habe ihr gegenüber falsche Angabe gemacht. Eine Sprecherin der Bank erklärte, das Institut habe im Einklang mit dem Gesetz und den Vorgaben der Aufsichtsbehörden gehandelt.

Auch der Skandal um verzockte Milliarden hat für JP Morgan ein Nachspiel: Die US-Börsenaufsicht SEC prüft derzeit, ob die US-Bank bei ihrer Bilanzvorlage im April die Investoren getäuscht habe.

bos/Reuters

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Wololooo 04.07.2012
1.
Zitat von sysopREUTERSJP Morgan gerät erneut ins Visier der Aufsichtsbehörden: Neben den milliardenschweren Fehlspekulationen der Großbank überprüft die US-Regierung jetzt auch deren Energiegeschäfte. Das Kreditinstitut wird verdächtigt, den Markt manipuliert zu haben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,842444,00.html
Am wirksamsten wäre es, bei wiederholten krummen Geschäften die Banklizenz zu entziehen und die Verantwortlich zeitnah hinter Gittern zu bringen, sowie für den angerichteten Schaden persönlich zu haften. Innerhalb kürzester Zeit würde so etwas nicht mehr passieren.
Luscinia007 04.07.2012
2.
Zitat von sysopREUTERSJP Morgan gerät erneut ins Visier der Aufsichtsbehörden: Neben den milliardenschweren Fehlspekulationen der Großbank überprüft die US-Regierung jetzt auch deren Energiegeschäfte. Das Kreditinstitut wird verdächtigt, den Markt manipuliert zu haben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,842444,00.html
Was Morgan Stanley in Ba-Wü kann, kann JP Morgan schon lange.
Dan22 04.07.2012
3.
Ein Bankenskandal nach dem anderen. Was ist los mit den Bänkern? Die werden immer wieder von der Politik gedeckt und können so weiter machen wie bisher.
guenter47 04.07.2012
4. Kein Ende
der Bankenskandale. Und die amerikanischen ebenso wie die europäischen Bürger werden dafür von ihren Regierungen in finanzieller Geiselhaft genommen. Den Managern und besonders den Inhabern geht es in der Regel jedoch prächtig. Frau Merkel will uns einreden, das sei "alternativlos". Doch es gibt eine Alternative: Weg mit diesen irrsinnigen Regierungen!
Benjowi 04.07.2012
5. Organisiertes Verbrechen?
Gibt es eigentlich irgendeine Schweinerei, in die diese sauberen Bangster nicht verwickelt sind-man muss langsam den Einduck gewinnen, bei der ganzen ehrenwerten Gesellschaft handelt es sich um organisierte Kriminalität! Herumzocken auf Kosten der Altersversorgung ganzer Völker tun sie offensichtlich alle, der eine manipuliert wie in GB illegal an den Zinssätzen herum, der nächste wie gerade beschrieben beeinflusst illegal den Energiemarkt, die nächste Truppe betriebt Hypothekenschwindel, wieder eine illegale "offshore-Geschäfte"-es wird Zeit, dass diese Leute ernsthaft mit der Justiz konfrontiert werden-falls es noch eine solche gibt, die nicht "kooperiert"!
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