Neuer Rekord JP Morgan macht 9,2 Milliarden Dollar Gewinn - in drei Monaten

Von solchen Zahlen können andere nur träumen: Die größte US-Bank JP Morgan hat im ersten Quartal 9,2 Milliarden Dollar Gewinn gemacht - 24-mal so viel wie die Deutsche Bank im gesamten Jahr 2018.

JP-Morgan-Zentrale in New York (Archiv)
REUTERS

JP-Morgan-Zentrale in New York (Archiv)


Die US-Bank JP Morgan hat im ersten Quartal 2019 einen neuen Rekordgewinn verbucht. Das mit Abstand größte Kreditinstitut in den USA verdiente in den ersten Monaten des Jahres 9,2 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal - und ist so viel wie noch nie. Zum Vergleich: Das größte deutsche Geldhaus, die Deutsche Bank, kam im gesamten Jahr 2018 auf einen Gewinn von 341 Millionen Euro, in Dollar nach heutigem Kurs etwa 386 Millionen.

Mit dem Gewinn stiegen bei JP Morgan auch die Einnahmen kräftig. Sie kletterten im selben Zeitraum von 26,8 auf 29,9 Milliarden Dollar - ebenfalls ein neuer Rekordwert. Im Investmentbanking konnte Bankchef Jamie Dimon Platz eins weltweit halten, der Marktanteil seines Hauses lag bei fast zehn Prozent.

Handelsgeschäft schwächelt

Mit den Quartalszahlen übertraf JP Morgan die Erwartungen der Analysten. Lediglich das Handelsgeschäft schwächelte im ersten Quartal erwartungsgemäß, während das Zinsgeschäft - dank der zuletzt gestiegenen Leitzinsen in den USA - sowie die Beratung von Firmenkunden bei Börsengängen, Fusionen und Übernahmen und die Emission von Wertpapieren hervorragend liefen.

Ein ähnliches Bild dürfte sich für andere US-Banken ergeben. Auch sie dürften vor allem im Aktien- und Anleihenhandel von einem eher schwachen Quartal berichten, so wie wohl auch die ebenfalls in den USA vertretene Deutsche Bank, die am 26. April ihre Quartalszahlen präsentiert. Bereits kommende Woche soll es Zahlen von Goldman Sachs, die Citigroup, die Bank of America und Morgan Stanley geben.

Jamie Dimon
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Jamie Dimon

JP-Morgan-Chef Dimon äußerte sich hochzufrieden mit dem Geschäft und auch mit dem Zustand der Konjunktur in den Vereinigten Staaten. "Mitten in einer Phase globaler Unsicherheit wächst die US-Wirtschaft, Beschäftigung und Löhne steigen, die Inflation ist moderat, die Finanzmärkte sind gesund und das Vertrauen der Konsumenten und Firmen bleibt stark", teilte Dimon mit.

apr/Reuters



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