Betrugsskandal JP Morgan zahlt 1,7 Milliarden Dollar an Madoff-Opfer

Die Großbank JP Morgan soll das Schneeballsystem von Bernard Madoff gedeckt haben. Nun muss das Geldhaus rund 1,7 Milliarden Dollar an die Opfer des Betrügers zahlen. Er hatte einen Großteil seiner Geschäfte über die Bank abgewickelt.

JP Morgan: Einigung mit US-Behörden
REUTERS

JP Morgan: Einigung mit US-Behörden


New York - JP Morgan zahlt nach Angaben des US-Justizministeriums 1,7 Milliarden Dollar an die Opfer des Finanzbetrügers Bernard Madoff. Dieser hatte die größte US-Bank rund 20 Jahre für seine Geschäfte genutzt. Weitere 350 Millionen Dollar blättert das Institut zudem für einen Vergleich mit der Aufsichtsbehörde OCC hin.

Madoff hatte über Jahrzehnte vermeintliche Traumgewinne von Investoren mit dem Geld neuer Anleger bezahlt. In der Spitze wiesen die Madoff-Konten auf dem Papier einen Wert von 60 Milliarden Dollar aus. Als der Schwindel mitten in der Finanzkrise aufflog, verloren viele Anleger ihre kompletten Ersparnisse. Madoff wurde im Juni 2009 zu 150 Jahren Haft verurteilt.

Ein Großteil der Geschäfte lief über Konten von Madoffs Hausbank JP Morgan. JPMorgan wird vorgeworfen, bei Madoffs Geschäften weggesehen zu haben - um mehr Gebühren und Provisionen zu kassieren.

cte/dpa-AFX



insgesamt 2 Beiträge
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raber 07.01.2014
1. Betrüger in Wiederholungsfällen unbestraft
So lange die Betrüger, d.h. Banker, nicht selber hart bestraft werden, werden sich diese Fälle wiederholen.
wilam 07.01.2014
2. Wie sieht dann
nach dieser Entschädigung (oder "Entschädigung") die Quote aus? Will fragen, was kriegen die Betrogenen?
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