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16. November 2013, 09:26 Uhr

Entschädigung für Ramschpapiere

JP Morgan zahlt Investoren 4,5 Milliarden Dollar

Die US-Bank JP Morgan muss mit immer höheren Summen für ihre Fehler der Vergangenheit büßen. Jetzt einigt sich das Institut mit einer Gruppe von Investoren auf eine Zahlung von 4,5 Milliarden Dollar - damit sollen die Anleger für Verluste durch Hypothekenpapiere entschädigt werden.

New York- Im Streit um windige Hypothekengeschäfte hat sich die größte US-Bank JP Morgan Chase mit einer Gruppe von Investoren auf die Zahlung von 4,5 Milliarden Dollar geeinigt. Die Einigung sei ein "weiterer wichtiger Schritt" in den Bemühungen, die Rechtsstreitigkeiten aus der Zeit der Finanzkrise beizulegen, teilte die Bank mit. Die Einigung bedarf noch einer gerichtlichen Zustimmung sowie der Einwilligung mehrerer Treuhänder.

Die Investoren hatten zwischen 2005 und 2008 hypothekenbesicherte Wertpapiere von JP Morgan und der von ihr später übernommenen Investmentbank Bear Stearns gekauft. Nach dem Platzen der US-Immobilienblase im Jahr 2007 waren die Papiere weitgehend wertlos geworden. Die Investoren warfen JP Morgan vor, Risiken verschleiert zu haben, und verlangten deshalb Schadensersatz.

Zu den 21 Gesellschaften, die nun eine Entschädigung erhalten, gehören unter anderem Allianz-Tochter Pimco und die Bayerische Landesbank (BayernLB), aber auch der Vermögensverwalter Blackrock und der US-Versicherer Metlife .

Der einst tadellose Ruf von JP Morgan ist wegen zahlreicher Skandale inzwischen arg ramponiert. Parallel zu dem Deal mit den geschädigten Investoren hatte sich die Bank zuletzt vorläufig mit der US-Regierung auf einen Vergleich in Höhe von 13 Milliarden Dollar geeinigt.

Für die diversen Rechtsstreitigkeiten hat JP Morgan bereits Reserven von 23 Milliarden Dollar gebildet. Trotzdem hatte die ansonsten erfolgsverwöhnte Bank im dritten Quartal 2013 erstmals seit fast zehn Jahren einen Verlust gemacht.

Die bisher geschlossenen Vergleiche dürften noch nicht das Ende der Belastungen sein. So geht es bei der jetzt geschlossenen Einigung mit Investoren nur um Wertpapiere aus dem Bestand von JP Morgan und Bear Stearns. Washington Mutual, ein weiteres von JP Morgan geschlucktes Unternehmen, ist nicht Gegenstand des Deals.

Auch anderen Finanzinstituten stehen hohe Straf- und Entschädigungszahlungen bevor. In Deutschland steht dabei besonders die Deutsche Bank im Fokus.

stk/Reuters/AFP

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