Gruner + Jahr Verlagschefin Jäkel verlängert um fünf Jahre

Dem Traditionsverlag Gruner + Jahr steht ein massiver Umbau bevor. Regie führen soll weiterhin Julia Jäkel. Die bei Mitarbeitern umstrittene Vorstandschefin verlängert ihren Vertrag um fünf Jahre.

Managerin Jäkel: Weiter Chefin von Gruner + Jahr
DPA

Managerin Jäkel: Weiter Chefin von Gruner + Jahr


Gütersloh/Hamburg - Das Aus für die "Financial Times Deutschland", die Entlassung aller Textredakteure bei "Brigitte", Stellenabbau beim "Stern" und bei "Geo", die Absage des Henri-Nannen-Preises - Gruner + Jahr steckt in einem tiefgreifenden Umbruch. Konstanz gibt es bei dem Traditionsverlag aber auch - und zwar an der Managementspitze. Der Vertrag von Vorstandschefin Julia Jäkel ist vorzeitig um fünf Jahre verlängert worden, teilte der Mutterkonzern Bertelsmann mit.

Jäkel ist seit April 2013 Vorstandsvorsitzende des Zeitschriftenverlags. Auch die Verträge der beiden anderen Vorstandsmitglieder Oliver Radtke und Stephan Schäfer wurden verlängert.

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Gruner + Jahr: Zeitschriftenkonzern im Wandel
Bertelsmann setzt damit beim Umbau seines Tochterunternehmens auf das bestehende Management. Gruner + Jahr hat Kosteneinsparungen und Personalabbau angekündigt und begründet dies vor allem mit der Digitalisierung der Medienbranche. Bei den Mitarbeitern stoßen Jäkels Entscheidungen immer wieder auf Kritik.

Bertelsmann hat Gruner + Jahr zum 1. November vollständig übernommen und will das Unternehmen von der Rechtsform einer AG & Co. KG in eine GmbH & Co. KG umwandeln.

Der Verlag Gruner + Jahr ist auch mit einer Sperrminorität am SPIEGEL-Verlag beteiligt.

mmq/dpa



insgesamt 5 Beiträge
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ironcock_mcsteele 14.11.2014
1.
So lange Verträge sind ganz gut, gerade jetzt, wo in der Verlagsbranche so viele Leute entlassen werden. Gut, wenn man da Jobsicherheit hat.
quark@mailinator.com 14.11.2014
2. ...
Was für eine Schlangengrube. Nur gut, daß ich nahezu nur noch Bücher in Originalsprache kaufe. In DE ... von Bertelsmann bis Thalia ... der Buchhandel hat seine Unschuld schon lange verloren. Faß ich nicht mit spitzen Fingern an.
wibo2 14.11.2014
3. Donnerschlag in Hamburg
"Der Verlag Gruner + Jahr ist auch mit einer Sperrminorität am SPIEGEL-Verlag beteiligt." (SPON) Die Verlagschefin Julia Jäkel gehört zu den neuen weiblichen Eliten, die mit der Durchsetzung der neoliberalen Agenda beauftragt sind. Für die Mitarbeiter des Spiegel könnte das wohl leider nicht viel Gutes verheißen. Die Vorstände könnten Millionen Abfindungen erhalten und die gemeinen Lohnschreiber die Kündigung. Die Kommunikation indes wird zunehmend marktkonformer werden. 5 Jahre ist eine lange Zeit, wer weiß, was dann sein wird. Ob es das "Sturmgeschütz der Demokratie" dann noch geben wird ist die bedrückende Frage.
philemajo 14.11.2014
4. Kontinuität ist sinnvoll, ...
aber wesentliche Informationen fehlen! Z.B. wären die Konditionen, Erfolgsbeteiligungen, Vertragsstrafen etc. wissenswert ..
stuhlsen 14.11.2014
5. Wichtige Info fehlt
... in dem Artikel. Madame ist Ehefrau von Ulli Wickert. Und mit so einem Mann im Rücken - und vor allem mit dessen Kontakten zu potentiellen Autoren - lebt man im Verlagswesen natürlich besser als jemand ohne.
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