Düngemittelkonzerne K+S-Aktionäre lehnen Potash-Angebot ab

Der Düngemittelhersteller K+S kämpft gegen eine Übernahme aus Kanada. Jetzt erhält der Konzern Rückendeckung: Laut einer Umfrage ist ein Großteil der Aktionäre gegen das Angebot des Rivalen Potash. Abgewendet ist die Fusion aber noch nicht.

K+S-Förderanlage Neuhof bei Fulda: Fast 14.000 Mitarbeiter
DPA

K+S-Förderanlage Neuhof bei Fulda: Fast 14.000 Mitarbeiter


Der kanadische Konzern Potash lässt nicht locker. Der Düngemittelproduzent will seinen Kasseler Konkurrenten K+Sübernehmen. Im Kampf gegen die Fusion hat der Dax-Konzern K+S jetzt die Aktionäre befragt: 84 Prozent der privaten Anleger lehnen den Deal ab.

Mehr als 39.000 der etwa 140.000 angeschriebenen Anleger nahmen an der Mitte Juli durchgeführten Befragung teil. Nur vier Prozent von ihnen würde ein Übernahmeangebot zu den aktuell vorgeschlagenen 41 Euro pro Aktie annehmen. Allerdings würde mehr als ein Viertel der Privatanleger gegebenenfalls eine höhere Offerte annehmen. Privataktionäre halten zusammen knapp 30 Prozent der Anteile an dem Unternehmen aus Kassel.

Ende Juni hatte Potash einen Übernahmevorschlag für den deutschen Konzern eingereicht. Die Kanadier bieten 41 Euro pro Aktie, was einem Konzernwert von rund 7,8 Milliarden Euro entspricht. K+S-Chef Norbert Steiner hatte das Angebot zurückgewiesen. Neben einem höheren Preis fordert K+S von Potash auch Zusagen zum Erhalt von Standorten und Arbeitsplätzen.

Der Konzern Potash war lange Zeit der größte Kalihersteller der Welt. Derzeit belegt er Rang drei. Zusammen mit K+S könnte Potash jedoch wieder zum globalen Marktführer aufsteigen und den russischen Konzern Uralkali ablösen.

asc/Reuter/dpa



insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Ein_denkender_Querulant 10.08.2015
1. Kali wird knapp
Die Vorräte für Kali werden in zwanzig Jahren aufgebraucht sein, die landwirtschaftliche Versorgung wird das empfindlich treffen. Wir sollten mit Kali umsichtig umgehen, weil es kein Ersatzstoffe gibt, und es nicht dem meist bietendem Turbokapitalist anvertrauen. Wenn es mit der Ressourcenausbeutung so weiter geht, wird bald das Meerwasser genutzt, um sämtliche in ihm vorhandenen Mineralien zu gewinnen. Das wird eine Energieverschwendung ungeahnten Ausmaßes werden.
leser008 10.08.2015
2. Europroblem
Die Kanadier können nur deshalb fröhlich auf Schnäppchentour gehen, weil der Euro dermassen billig ist. Die kaufen K+S für den berüchtigten Appel un Ei. Eigentlich ist dies aufgekauft werden ein Schicksal in Drittweltländern. Wenn wir unsere EU und den Euro nicht bald mal auf Vordermann bringen, werden wir das auch noch.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.