Kaufvertrag Aufteilung von Kaiser's Tengelmann steht

Das monatelange Gezerre um die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann ist offenbar vorbei: Edeka und Rewe haben sich auf einen Kaufvertrag geeinigt.

Kaiser's-Filiale in Köln
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Kaiser's-Filiale in Köln


Die Handelskonzerne Edeka und Rewe haben sich über die Zukunft der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann geeinigt. Ein entsprechender Kaufvertrag werde nun noch dem Bundeswirtschaftsministerium zur Prüfung vorgelegt, teilte Rewe am Freitag in Köln mit.

Kernpunkt der Einigung ist die Weitergabe von 60 Kaiser's-Filialen in Berlin an Rewe. Die genauen Standorte und der Preis waren zwischen den Konzernen bereits grundsätzlich ausgehandelt worden.

Rewe betonte, auch die notwendigen Tarifverträge mit den Gewerkschaften Ver.di und NGG seien bereits abgeschlossen. Zudem sei die Übernahme der vereinbarten Kaiser's-Tengelmann-Filialen beim Bundeskartellamt angemeldet worden.

Tengelmann-Chef Karl Erivan Haub wollte Kaiser's Tengelmann eigentlich als Ganzes an den Branchenprimus Edeka veräußern. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte dies zunächst per Sondererlaubnis genehmigt und damit ein Veto des Kartellamts ausgehebelt.

Doch die Ausnahmegenehmigung wurde im Juli vom Oberlandesgericht Düsseldorf auf Antrag von Rewe sowie der Wettbewerber Markant und Norma gestoppt. Letztere haben ihre Klage bereits zurückgezogen. Rewe will seine Klage zurücknehmen, wenn der Vertrag unterschrieben ist.

Auf die Eckpunkte des Kompromisses hatten sich Tengelmann, Edeka und Rewe in einem von Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) geleiteten Schlichtungsverfahren geeinigt.

dab/dpa/Reuters

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