Kaiser's Tengelmann Markant zieht Klage gegen Edeka-Übernahme zurück

Erst Norma, jetzt Markant: Der nächste Rivale zieht seine Klage gegen eine Sondererlaubnis für die Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka zurück. Ob der Deal vollzogen werden kann, hängt nun allein von Rewe ab.
Kaiser's-Tengelmann-Filiale in Essen

Kaiser's-Tengelmann-Filiale in Essen

Foto: Roland Weihrauch/ dpa

Nach dem Discounter Norma hat sich auch der Konkurrent Markant bereit erklärt, seine Klage gegen die Ministererlaubnis für einen Verkauf von Kaiser's Tengelmann an Edeka zurückzunehmen. Das teilte Tengelmann-Eigentümer Karl-Erivan Haub mit. "Damit haben zwei der drei Beschwerdeführer innerhalb der letzten vier Tage den Weg frei gemacht zur Rettung der 16.000 Arbeitsplätze bei Kaiser's Tengelmann", sagte der Unternehmer.

Über die Details ihrer Vereinbarung haben Tengelmann und Markant Stillschweigen vereinbart. Vollzogen werden kann die Übernahme aber auch weiterhin nicht, solange der Edeka-Rivale Rewe als dritter Kläger an seiner Beschwerde gegen die Ministererlaubnis festhält. Die Hürden für eine Einigung mit Rewe scheinen aber weiterhin sehr hoch.

Ein Vollzug der Ministererlaubnis würde allen Beschäftigten von Kaiser's Tengelmann eine fünfjährige Arbeitsplatzgarantie bescheren. Kaiser's Tengelmann betreibt im Großraum Berlin, in München und Oberbayern sowie in Nordrhein-Westfalen noch gut 400 Filialen. Haub hatte die Kette an Edeka verkaufen wollen, doch wurden diese Pläne vom Bundeskartellamt aus Wettbewerbsgründen gestoppt.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte das Kartellamtsveto zwar überstimmt - war aber seinerseits vom Oberlandesgericht Düsseldorf ausgebremst worden, nachdem Rewe und die beiden anderen Konkurrenten Norma und Markant dort Beschwerde gegen die Ministererlaubnis eingelegt hatten.

asa/dpa