Berlin und München Karstadt bekommt Milliarden für den Umbau

Das Kaufhaus-Konzept ist tot? Das Kaufhaus lebt! Daran glaubt der Karstadt-Eigner Signa. Der Immobilienriese investiert Milliarden in Berlin und München. Das Ziel: Karstadt in Einkaufszentren einzubetten.

Karstadt-Filiale in Düsseldorf
DPA

Karstadt-Filiale in Düsseldorf


Der Karstadt-Eigentümer Signa steckt Milliarden in den Um- und Ausbau mehrerer Kaufhäuser in Deutschland. Das Areal am Hermannplatz in Berlin-Kreuzberg werde "zu einem großen, innerstädtischen Einkaufszentrum umgebaut", teilte die Signa-Holding mit. Karstadt werde zentraler Bestandteil davon sein.

Am Berliner Kurfürstendamm solle außerdem das einstige Kaufhaus Wertheim mit dem Ankermieter Karstadt zu einem großen Einkaufszentrum werden. In Berlin-Friedrichshain investiert Signa den Angaben zufolge in eine derzeit von Kaufhof genutzte Immobilie am Ostbahnhof. Der Komplex soll für die "Einzelhandels-, Büro- und Wohnnutzung" umgestaltet werden. Insgesamt fließen in die Projekte in Berlin mehr als 1,3 Milliarden Euro.

Mehr als eine Milliarde Euro steckt Signa außerdem in den sogenannten München Karstadt Bahnhof, in der Innenstadt zwischen Hauptbahnhof und Stachus gelegen.

Außerdem kündigte das Unternehmen Investitionen in Wien und Bozen an. Insgesamt beträgt die Summe mehr als vier Milliarden Euro, die in Projekte in Deutschland, Österreich und Südtirol fließt.

Anfang Juli hatte der über Jahre kriselnde Warenhauskonzern angekündigt, wieder eine neue Filiale zu eröffnen. Das neue Warenhaus soll in Berlin entstehen und spätestens 2018 die Pforten öffnen.

msc/AFP



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