Karstadt/Kaufhof Benko will um jeden Arbeitsplatz kämpfen

Seit der Übernahme der Kaufhof-Warenhäuser durch Karstadt sind die Mitarbeiter in Sorge um ihre Arbeitsplätze. In einem Interview mit dem "Handelsblatt" versucht Konzerneigentümer René Benko, die Gemüter zu beruhigen.

Galeria Kaufhof in Chemnitz
DPA

Galeria Kaufhof in Chemnitz


Karstadt-Eigner René Benko hat Spekulationen über einen massiven Stellenabbau beim Kaufhof im Zuge der Warenhausfusion zurückgewiesen. "Es wird nicht zu Massenschließungen kommen", sagte der Österreicher in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem "Handelsblatt". "Natürlich müssen wir sanieren, aber wir werden wie bisher um jede Filiale kämpfen und versuchen, sie in die schwarzen Zahlen zu führen. Das ist uns bei Karstadt ja auch gelungen." Im September hatten Benkos Investmentgesellschaft Signa und der kanadische Kaufhof-Eigentümer HBC einen Zusammenschluss der Konzerne auf den Weg gebracht.

Das Gemeinschaftsunternehmen soll 32.000 Mitarbeiter beschäftigen. Besonders in der Kaufhof-Belegschaft geht die Sorge um, dass es zu zahlreichen Stellenstreichungen kommen könne. "Ohne den Zusammenschluss mit Karstadt hat Kaufhof allein keine Zukunft. Das darf man nicht vergessen. Es geht hier um die Rettung des Unternehmens", sagte Benko dem Blatt. Konkrete Aussagen, wie die Sanierung aussehen könne, machte er nicht. "Generell aber bitte ich um Geduld, wir stehen am Anfang eines anspruchsvollen Prozesses, nicht an seinem Ende."

mik/Reuters



insgesamt 2 Beiträge
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cabeza_cuadrada 05.10.2018
1. Absteigen
Ein totes Pferd zu reiten macht keinen Sinn. Das Konzept funktioniert nicht mehr. Das kann man schade finden, ist aber eben nicht zu ändern. Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte mal bei Karstadt/Kaufhof war UND tatsächlich etwas gekauft habe.
Alexis_Saint-Craque 05.10.2018
2. Inner City Museen
In der labyrinthischen Unternehmenszentrale von Tengelmann in Mülheim/ Ruhr gab es einen vollständig eingerichteten Tante Emma Laden, der daran erinnern sollte, wie alles begann. Mit den Karstadt/ Kaufhof Filialen gibt es nun phantastische Inner City Museen, die aufzeigen, wie alles endete. Offen für alle - ganz ohne Eintritt.
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