Karstadt-Streit Middelhoff will Insolvenzverwalter verklagen

Auf die Klage folgt die Gegenklage: Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff wehrt sich gegen eine Strafanzeige von Karstadt-Insolvenzverwalter Görg - und will diesen nun seinerseits anzeigen. Bei dem Streit geht es um Schadensersatz in Höhe von 175 Millionen Euro.

Ex-Arcandor-Chef Middelhoff: "Wesentliche Umstände wissentlich verschwiegen"
dapd

Ex-Arcandor-Chef Middelhoff: "Wesentliche Umstände wissentlich verschwiegen"


Essen - Thomas Middelhoff wehrt sich gegen eine millionenschwere Schadenersatzklage: Der Ex-Chef des Pleitekonzerns Arcandor will nun selbst Strafanzeige gegen Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg stellen - wegen versuchten Prozessbetrugs. Die Anzeige werde voraussichtlich in der kommenden Woche bei der Essener Staatsanwaltschaft eingereicht, kündigte Middelhoff-Anwalt Winfried Holtermüller am Freitag an.

Der Hintergrund: Görg hat Middelhoff und zehn weitere ehemalige Topmanager des Konzerns auf Schadenersatz in Höhe von 175 Millionen Euro verklagt. Sie sollen wirtschaftlich nachteilige Mietverträge für mehrere Karstadt-Häuser ohne die erforderliche rechtliche Prüfung abgeschlossen haben. Der Schadenersatz-Prozess soll im April in Essen beginnen.

Holtermüller wies die Vorwürfe gegen Middelhoff zurück. "Es fehlt jede Pflichtwidrigkeit meines Mandanten, es gibt keinen dadurch entstandenen Schaden und erst recht keinen Schaden in dieser Höhe", heißt es in der Stellungnahme. Der Anwalt wirft Insolvenzverwalter Görg vor, in seiner Klage "wesentliche Umstände wissentlich verschwiegen" zu haben.

Der Insolvenzverwalter zeigte sich vom Gegenschlag des Managers wenig beeindruckt. Sein Sprecher teilte lediglich mit: "Wir nehmen diese Ankündigung gelassen zur Kenntnis."

cte/dpa/dapd



insgesamt 4 Beiträge
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bristolbay 18.02.2011
1. Schaumschläger
Zitat von sysopAuf die Klage folgt die Gegenklage: Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff wehrt sich gegen eine Strafanzeige von Karstadt-Insolvenzverwalter Görg - und will diesen nun seinerseits anzeigen. Bei dem Streit geht es um Schadensersatz in Höhe von 175 Millionen Euro. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,746427,00.html
Herrn Middelhoff fehlt nur noch ein "von", ansonsten ist er gleiche Kategorie wie Gutti, Blender und Schaumschläger. Das ist die Leistungselite unseres Landes.
semper fi, 18.02.2011
2. -
Zitat von sysopAuf die Klage folgt die Gegenklage: Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff wehrt sich gegen eine Strafanzeige von Karstadt-Insolvenzverwalter Görg - und will diesen nun seinerseits anzeigen. Bei dem Streit geht es um Schadensersatz in Höhe von 175 Millionen Euro. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,746427,00.html
Ich freue mich auf den Tag, an dem dieser Null ouvert Middelhoff endlich einmal vor einem Strafrichter steht.
weltbetrachter 18.02.2011
3. es geht doch voran ...
Zumwinkel, Middelhoff vor Gericht - es besteht noch Hoffnung. . Da kann man höchst gespannt sein, wann die Bankster-Gilde vor Gericht muß, die uns die Banken- und Finanzkrise eingebrockt haben, die wir ALTERNATIVLOS mit Steuergeldern wieder ausgebügelt haben.
optionsausnutzer 19.02.2011
4. Ich fürchte,
dass sich nichts ändern wird. So lange alle "Zeugen" im selben Boot sitzen und mitverdienen. Einzig der Versuch des Insolvenzverwalters macht zunächst einen honorigen Eindruck. Bereits vor einem Jahr wurde über die seltsame Kreditvergabe des Bankhauses Sal. Oppenheim an Middelhoff und seine Frau berichtet. siehe http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-71030008.html Sehr bezeichnende Verbindungen der handelnden Personen, die kreuz und quer gehen. Die hauen sich nicht in die Pfanne, die haben alle was zu verlieren, ihre Gier ist zu groß.
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