Preisabsprachen Daimler im Visier von Kartellwächtern

Das britische Kartellamt wirft dem Automobilkonzern Daimler unrechtmäßige Absprachen vor. Das Unternehmen soll mit Mercedes-Benz-Händlern im Vereinigten Königreich Preise abgestimmt haben. Darüber hinaus seien Geschäftsgeheimnisse ausgetauscht worden.

Daimler-Gebäude in Stuttgart: Vorwürfe der britischen Wettbewerbsbehörde werden geprüft
dapd

Daimler-Gebäude in Stuttgart: Vorwürfe der britischen Wettbewerbsbehörde werden geprüft


London - Fünfmal soll es zwischen 2007 und 2010 zu illegalen Absprachen gekommen sein. Wie die britische Wettbewerbsbehörde OFT vermeldet, beschuldigen die Ermittler den Daimler-Konzern sowie fünf Lkw- und Transporter-Händler in Nord-England, Schottland und Wales, an den unrechtmäßigen Abstimmungen beteiligt gewesen zu sein.

Darüber hinaus wirft die Behörde den Beschuldigten vor, sensible Geschäftsdaten untereinander ausgetauscht zu haben. Bevor die britischen Fahnder jedoch strafrechtliche Maßnahmen ergreifen, dürfen sich die betroffenen Unternehmen zu den Vorwürfen äußern.

Öffentlich kommentieren wollte Daimler den Fall bislang nicht. Die Anschuldigungen würden noch geprüft, erklärte eine Sprecherin der britischen Mercedes-Benz-Tochter.

akm/dpa/Reuters

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