Preisabsprachen Autozulieferer Schaeffler muss mit 370 Millionen büßen

Wegen Preisabsprachen bei Wälzlagern hat die EU-Kommission Geldbußen in Höhe von knapp einer Milliarde Euro verhängt. Die höchste Strafe trifft mit 370 Millionen Euro den fränkischen Autozulieferer Schaeffler. Der hat die Zahlung bereits eingeplant.

Schaeffler-Zentrale: Absprachen über mehr als sieben Jahre
Schaeffler

Schaeffler-Zentrale: Absprachen über mehr als sieben Jahre


Brüssel - Weil sie nach Auffassung der EU-Kommission jahrelang Preise absprachen, müssen mehrere Unternehmen Geldstrafen von insgesamt knapp einer Milliarde Euro zahlen. Die höchste Strafe entfalle mit 370,5 Millionen Euro auf den fränkischen Autozulieferer Schaeffler, teilten die Wettbewerbshüter am Mittwoch in Brüssel mit. Der schwedische Konzern SKF müsse 315,1 Millionen Euro zahlen. Zudem seien mehrere japanische Firmen zu Strafen verdonnert worden.

Die EU-Kommission ermittelt seit mehr als zwei Jahren gegen Autozulieferer und hatte im vergangenen Jahr bereits Herstellern von Kabelbäumen Geldstrafen von insgesamt 142 Millionen Euro aufgebrummt. Die Industrie hatte mit weiteren hohen Strafzahlungen gerechnet. Schaeffler stellte wegen zu erwartender Bußgelder bereits 380 Millionen Euro zurück.

Die sechs Firmen sollen zwischen 2004 und 2011 in geheimen Absprachen ihre Preispolitik bei Wälzlagern gegenüber der Autobranche in Europa abgestimmt haben. Wälzlager werden in Autos benötigt, um die Reibung zwischen beweglichen Teilen zu verringern.

dab/Reuters/AFP



insgesamt 18 Beiträge
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Knack5401 19.03.2014
1. Wie oft
wurden in der jüngsten Vergangenheit solche Bussgelder verhängt? Von wegen freie Marktwirtschaft mit dem Heilsbringer Wettbewerb. Solange Geld im Spiel ist, wird es keine saubere Marktwirtschaft geben. Die die am meisten daran verdienen wollen uns das nur weißmachen. Auch hier ist die Strafe bereits "eingepreist" und wir zahlen als Kunden. Wer hat abgesprochen? Ein Wälzlager oder Nadellager kann's ja nicht gewesen sein. Auch hier wäre nur mit Gefängnisstrafen wenigstens meine Rachelust gestillt.
omguruji 19.03.2014
2. Immerhin
wird durchgegriffen, aber die Buße landet in anderen Töpfen. Und sobald es Mme. Schaeffler wieder schlecht geht, soll der Steuerzahler helfen. Ab zu Uli?
wqa 19.03.2014
3.
Zitat von sysopSchaefflerWegen Preisabsprachen bei Wälzlagern hat die EU-Kommission Geldbußen in Höhe von knapp einer Milliarde Euro verhängt. Die höchste Strafe trifft mit 370 Millionen Euro den fränkischen Autozulieferer Schaeffler. Der hat die Zahlung bereits eingeplant. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/kartellstrafe-autozulieferer-schaeffler-muss-370-millionen-zahlen-a-959605.html
Und wo landet das Strafgeld? Jedenfalls nicht bei denen die betrogen wurden. Das wird doch nur besser wenn die Verantwortlichen in den Bau wandern und nicht nur zum Kurzbesuch wie Herr Hoeneß.
stockfisch1946 19.03.2014
4. Klasse
War das nicht die Dame, die behauptet hat, die Einführung des Mindestlohns würde notwendige Investitionen behindern? Und jetzt haben wir schon mal eine kleine Portokasse eingerichtet ( ? 380 000 000). Zukunftsorientiert. Ein Vorbild auch für den kleinen Mann....
BoomTschak 19.03.2014
5. Strafen verzehnfachen und gut is.
Dann wird auch wieder fair gehandelt.
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