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31. Januar 2012, 12:43 Uhr

Katastrophenfolge

Flut in Thailand drückt Gewinn bei Honda

Die Naturkatastrophe in Thailand hat den Gewinn von Honda einbrechen lassen. Der Nettoertrag sackte im vierten Quartal 2011 um 41 Prozent ab. Erst Ende März soll die Produktion im thailändischen Werk wieder laufen.

Tokio - Der Gewinn des Autoherstellers Honda ist im letzten Quartal des vergangenen Jahres um 41 Prozent eingebrochen. Der Nettoertrag fiel auf rund 476 Millionen Euro, wie Honda am Dienstag mitteilte. Der drittgrößte japanische Autobauer war besonders stark von den Überschwemmungen in Thailand Ende vergangenen Jahres sowie von der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan betroffen. Honda erholt sich davon langsamer als die Konkurrenz. Wegen der Überschwemmungen musste Honda seine Fabrik im in der Stadt Ayutthaya im Oktober schließen.

Der japanische Konzern musste einige Fahrzeugteile in den USA und Kanada produzieren lassen, weil auch Zulieferbetriebe von den Überschwemmungen betroffen waren. Weltweit produzierte Honda 260.000 Fahrzeuge weniger, wie ein Unternehmenssprecher sagte.

Das Betriebsergebnis des im März endenden Geschäftsjahres werde voraussichtlich auf rund 200 Milliarden Yen (zwei Milliarden Euro) sinken. Das sind rund 60 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Damit bleibt der Konzern weit hinter den Erwartungen von Analysten zurück, die im Durchschnitt mit 283 Milliarden Yen gerechnet hatten.

Das Werk in Ayutthaya wird nach Angaben von Honda trockengelegt und renoviert. Ende März soll die Produktion in Thailand wieder aufgenommen werden. In Zukunft soll ein Schutzwall die Fabrik vor Überflutungen schützen. In Ayutthaya werden unter anderem die Modelle Jazz, Civic, Accord und der Geländewagen CR-V produziert.

kha/dpa/dapd/Reuters

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