Fusion mit Karstadt Kaufhof-Chef Neuwald muss gehen

Karstadt greift nach der Fusion mit Kaufhof durch: Laut Medienberichten muss das Topmanagement des bisherigen Konkurrenten gehen - bis auf eine Ausnahme.

Roland Neuwald
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An diesem Freitag soll der Zusammenschluss von Karstadt und Galeria Kaufhof auch formal abgeschlossen werden. Nach der Fusion der Warenhauskonzerne greift Karstadt offenbar im Topmanagement des bisherigen Konkurrenten durch. Kaufhof-Chef Roland Neuwald wird den Konzern verlassen müssen, berichten "Wirtschaftswoche" und die Nachrichtenagentur dpa übereinstimmend. Bis auf eine Ausnahme sollen der dpa zufolge auch alle weiteren bisherigen Kaufhof-Vorstände gehen müssen.

Einzig Finanzchef Guido Mager bleibe auf seiner Position, berichtet die Agentur unter Berufung auf Insider. "Der macht einen guten Job", sagte demnach eine mit den Vorgängen vertraute Person. Für die Geschäftsführer Edo Beukema, Klaus Hellmich und Peter Herlitzius gebe es hingegen keine Zukunft mehr im Unternehmen.

Die Eigentümer von Galeria Kaufhof und Konkurrent Karstadt hatten vor einigen Wochen beschlossen, ihre beiden Warenhausketten zu verschmelzen. Das Kartellamt hat dem Deal bereits zugestimmt. An diesem Freitag soll das sogenannte Closing folgen, also der formale Abschluss des Deals.

Die operative Führung des fusionierten Unternehmens wird Karstadt-Chef Stephan Fanderl übernehmen. Die freiwerdenden Posten im Topmanagement bei Galeria Kaufhof sollen Karstadt-Leute besetzen.

Designierter Chef des fusionierten Kaufhauskonzerns: Stephan Fanderl
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Designierter Chef des fusionierten Kaufhauskonzerns: Stephan Fanderl

Insider berichten der dpa zufolge, Fanderl sei mit der Situation bei Galeria Kaufhof hochgradig unzufrieden.

fdi/dpa



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