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19. Mai 2015, 22:12 Uhr

Karstadt-Eigentümer

Benko bietet erneut für Kaufhof

René Benko wagt offenbar einen zweiten Versuch: Medienberichten zufolge hat der österreichische Investor ein Angebot für die Metro-Tochter vorgelegt. Über die mögliche Fusion von Kaufhof und Karstadt wird seit Langem spekuliert.

Der österreichische Investor und Karstadt-Eigentümer René Benko will laut einem Bericht des "Handelsblatt" die Metro-Warenhaustochter Kaufhof übernehmen.

Sein Unternehmen Signa Retail, die das operative Geschäft der Karstadt-Häuser bündelt, habe bereits eine Offerte abgegeben, berichtete die Zeitung. Sprecher von Metro in Düsseldorf und Signa Holding in Wien wollten den Bericht nicht kommentieren.

Wie die Zeitung unter Berufung auf "mehrere mit der Sache vertrauten Personen" berichtete, sei die Überprüfung der Bücher abgeschlossen und ein schriftliches Angebot vorgelegt. Das Angebot sei bereits Anfang Mai im Metro-Aufsichtsrat diskutiert worden. Der Kaufpreis liege bei rund 2,9 Milliarden Euro, hieß es.

Benko hatte bereits Ende 2011 für Kaufhof geboten. Metro-Chef Olaf Koch legte den Kaufhof-Verkauf aber kurz nach seinem Amtsantritt Anfang 2012 auf Eis. "Aufgeschoben ist nicht aufgehoben", kommentierte Benko die Entscheidung damals.

Seit Jahren wird in der Handelsbranche über eine Fusion der beiden großen deutschen Warenhausketten spekuliert, mit der umfangreiche Kosteneinsparungen etwa durch den Abbau einer Zentrale erzielt werden könnten. Metro zählt Kaufhof nicht mehr zum Kerngeschäft. Für einen möglichen Verkauf hatte der Mutterkonzern mehrfach einen angemessenen Preis, eine solide Finanzierung sowie eine langfristige Strategie genannt.

brk/dpa

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