Krise bei Kettler Kettcar-Hersteller vor dem Aus

Für Kettcar-Hersteller Kettler gibt es kaum noch Hoffnung. Es sei denn, es gelingt dem Unternehmen bis Freitag, noch Geld aufzutreiben.
Kettcars der Firma Kettler

Kettcars der Firma Kettler

Foto: Kettler/ dpa

Die Krise beim Kettcar-Hersteller Kettler spitzt sich weiter zu. Es sehe "sehr düster" aus für das Unternehmen mit rund 720 Mitarbeitern, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums.

Der Versuch der Landesregierung, im Fall Kettler zu vermitteln, sei bislang ergebnislos geblieben. Ein runder Tisch, an dem am Mittwoch über eine Brückenfinanzierung für das Unternehmen verhandelt werden sollte, sei nicht zustande gekommen. Der Kuratoriumsvorsitzende der Heinz-Kettler-Stiftung habe seine Teilnahme abgesagt.

Dem Unternehmen droht nach eigenen Angaben noch in dieser Woche das Aus, wenn es nicht gelingt, kurzfristig eine Zwischenfinanzierung sicherzustellen. Der Geschäftsbetrieb müsse dann schon an diesem Freitag eingestellt werden. Die rund 720 Mitarbeiter würden dann entlassen, warnte das Unternehmen.

Der Heinz-Kettler-Stiftung kommt nach Angaben des Ministeriums eine Schlüsselrolle bei den Rettungsbemühungen zu. Um jetzt überhaupt noch einen neuen Investor zu finden und damit den Erhalt des Unternehmens zu ermöglichen, sei "eine sofortige Entscheidung der Kettler-Stiftung über die Höhe des von ihr zu leistenden Beitrags zwingend erforderlich", hieß es im Ministerium. Von der Stiftung selbst war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Kettler hatte bereits im Juli einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Ziel war eine Neuausrichtung mithilfe eines Luxemburger Investors. Der Investor warf allerdings das Handtuch, als die Heinz-Kettler-Stiftung nicht bereit war, seine Forderungen zu erfüllen.

mik/dpa-AFX
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