Insolvenzverfahren Kettcar-Hersteller vorerst gerettet

Kettler kann vorerst weitermachen. In letzter Minute wurde für den Kettcar-Hersteller eine Zwischenfinanzierung gefunden, doch die Suche nach einem endgültigen Investor steht noch an.
Kettler in Ense, Nordrhein-Westfalen

Kettler in Ense, Nordrhein-Westfalen

Foto: FRIEDEMANN VOGEL/EPA-EFE/REX

Neue Hoffnung für den von der Schließung bedrohten Kettcar-Hersteller Kettler: Laut Deutscher Presseagentur ist es dem Unternehmen in letzter Minute gelungen, eine Zwischenfinanzierung von der Heinz-Kettler-Stiftung zu erhalten. Damit kann das Unternehmen die Suche nach potenziellen Investoren fortsetzen. "Ich würde mir wünschen, dass wir in den kommenden Wochen den neuen Gesellschafter der Kettler GmbH bekanntgeben können", sagte Kettler-Geschäftsführer Olaf Bierhoff.

Der Durchbruch konnte nach Unternehmensangaben erzielt werden, nachdem die Stiftungsaufsicht das Kuratorium und einen Vorstand der Stiftung abberufen hatte. Sie hatten sich bis dahin einer Einigung verweigert.

Hoffnung auf verlässliche Zukunft für die Beschäftigten

Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) zeigte sich erfreut über die Entwicklung. "Ich hoffe, dass es jetzt sehr zeitnah zu einer Übernahme des Gesamtunternehmens und nach vielen Jahren der Ungewissheit zu einer verlässlichen Zukunft für die Beschäftigen kommt."

Kettler hatte bereits im Juli einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverantwortung gestellt. Ziel war eine Neuausrichtung mithilfe eines Luxemburger Investors. Der Investor warf allerdings das Handtuch, als die Stiftung nicht bereit war, seine Forderungen zu erfüllen. Danach spitzte sich die Situation weiter zu.

Anfang der Woche hatte das Unternehmen gewarnt, es müsse an diesem Freitag den Geschäftsbetrieb einstellen, wenn es keine Zwischenfinanzierung erhalte. Die rund 720 Mitarbeiter würden dann entlassen. Dennoch zögerte die Stiftung, dem Unternehmen unter die Arme zu greifen. Von der Stiftung war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

sth/dpa
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