Fast eine Milliarde Euro Erlös Staat macht Kasse mit Post-Aktien

Die staatliche Förderbank KfW hat ein gewaltiges Aktienpaket verkauft: Sie trennt sich von rund 60 Millionen Anteilsscheinen der Deutschen Post - und erlöst rund 924 Millionen Euro. Die Aktionärsbasis des einstigen Staatskonzerns verbreitert sich.

Deutsche Post: KfW verkauft Post-Aktien
DPA

Deutsche Post: KfW verkauft Post-Aktien


Frankfurt am Main - Die Privatisierung des einstigen Staatsmonopolisten Deutsche Post geht voran - und spült Cash in die Staatskasse. Knapp eine Milliarde Euro hat die staatliche Förderbank KfW mit dem Verkauf von Post-Aktien erlöst. Insgesamt verkaufte sie einen Anteil von fünf Prozent an dem Bonner Konzern an institutionelle Investoren, wie sie am Freitag mitteilte.

Die Transaktion dürfte damit ein Volumen von rund 924 Millionen Euro gehabt haben. Der Preis für die 60 Millionen Aktien lag mit je 15,40 Euro nur um 3,7 Prozent unter dem Schlusskurs vom Donnerstag.

Allein in den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie des Brief- und Logistikkonzerns um fast 80 Prozent zugelegt. Nach dem Verkauf des Aktienpakets stand die Post-Aktie am Vormittag mit einem Minus von rund drei Prozent allerdings am Dax-Ende.

Knapp zwölf Jahre nach dem Börsengang des Bonner Konzerns kontrolliert die öffentliche Hand nun noch eine Sperrminorität von 25,5 Prozent an der Post. Der Konzern begrüßt, dass sich die Aktionärsbasis verbreitert.

ssu/Reuters



insgesamt 4 Beiträge
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felisconcolor 07.09.2012
1. 15 Euro
Zitat von sysopDPADie staatliche Förderbank KfW hat ein gewaltiges Aktienpaket verkauft: Sie trennt sich von rund 60 Millionen Anteilsscheinen der Deutschen Post - und erlöst rund 924 Millionen Euro. Die Aktionärsbasis des einstigen Staatskonzerns verbreitert sich. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,854526,00.html
Pro Aktie ist ja mächtig gewaltig.
kantundco 07.09.2012
2. Wir wissen ja, wo's hingeht.
Schade um das schöne Geld, das man für Schuldentilgung oder sinnvolle Investitionen hätte verwenden können. Wieder einmal wird Volksvermögen verjubelt und der Erlös versickert in zweifelhaften Sümpfen.
Flari 07.09.2012
3.
Zum Glück hat man vorher darüber Verschwiegenheit gewahrt. Ansonsten wäre ja ggf. der Kurs gestiegen. Oder passiert das wiederum nur, wenn französische Unternehmen etwas an Mappus verkaufen wollen?
rainer_daeschler 07.09.2012
4. Bund verliert Einfluss auf Post
Ob das klug war? Bisher hatte der Bund auf der Hauptversammlung das Sagen. Da durch den hohen Streubesitzanteil man sicher sein konnte, dass nie 60% des vertretenen Kapitals dort erreicht werden, hatte der Bund mit 30% dort die einfache Mehrheit. Damit ist es jetzt vorbei. Die Post ist ja kein x-beliebiges Unternehmen, sondern hat auch einen Auftrag der Grundversorgung. Dabei ist diese eine Milliarde Zugewinn für den Staat schneller an eine rettungsbedürftige Bank verfüttert, als man gucken kann. Und das alles geht problemlos, ohne dass irgend jemand den Bundestag fragen muss, sofern dem überhaupt klar ist, dass ihn das was angehen könnte.
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