2017 Unternehmen investieren weniger in Klimaschutz

Etwa zehn Prozent aller Investitionen von Unternehmen in Deutschland sind 2017 in den Schutz der Umwelt geflossen. Doch für den Klimaschutz haben die Firmen deutlich weniger ausgegeben.

Ein Berufstaucher soll neuen Beton in einem Berliner Abwasserpumpwerk kontrollieren
Annette Riedl / DPA

Ein Berufstaucher soll neuen Beton in einem Berliner Abwasserpumpwerk kontrollieren


In Deutschland haben Unternehmen zuletzt etwas weniger in den Umweltschutz investiert. Im Jahr 2017 flossen 8,4 Milliarden Euro vom produzierenden Gewerbe, ohne das Baugewerbe, in Maßnahmen für den Schutz der Umwelt. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Das war ein Prozent weniger als noch 2016.

Die Zahlen beziehen sich auf sogenannte Sachanlagen für den Umweltschutz. Darunter fassen die Statistiker Anlagen zur Verringerung, Vermeidung oder Beseitigung von Emissionen in die Umwelt sowie für die schonendere Ressourcennutzung. 2017 flossen den Angaben zufolge 10,1 Prozent aller Investitionen der Unternehmen in den Umweltschutz.

Der Großteil entfiel dabei mit 42,7 Prozent auf die Abwasserwirtschaft, insbesondere Klär- und Neutralisationsanlagen. Dieser Bereich legte den Angaben zufolge im Vergleich zu 2016 um 443 Millionen Euro zu, ein Plus von 14,1 Prozent.

Auf dem zweiten Platz lag mit 27,6 Prozent der Klimaschutz. Verglichen mit 2016 gingen die Investitionen hier um 21,4 Prozent zurück. Grund dafür seien um 35,1 Prozent gesunkene Investitionen in erneuerbare Energien, teilte das Statistische Bundesamt mit. Bis 2015 war das Investitionsvolumen in diesem Bereich stark gestiegen.

brt/AFP

insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
esboern 22.08.2019
1. Warum
sollten die auch investieren, wir Zahlen doch schon mehrere CO2-Steuern u. eine weitere kommt bald hinzu.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.