Umfrage Mit diesen Kosten durch den Klimawandel rechnen deutsche Konzerne

Wasserknappheit, Wetterextreme, strengere Vorgaben: Mehr als 200 der weltgrößten Unternehmen haben ihre Geschäftsrisiken durch den Klimawandel beziffert. Deutsche Firmen fürchten um Milliarden.

VW-Zentrale in Wolfsburg
imago images / Schöning

VW-Zentrale in Wolfsburg


In einer Untersuchung haben 215 der 500 weltgrößten Unternehmen ihre Geschäftsrisiken durch den Klimawandel geschätzt. Zusammen kamen sie auf mögliche Kosten von rund einer Billion Dollar. Bereits in den kommenden fünf Jahren könnten sich diese Risiken auf die Bilanzen auswirken.

Die Fragebögen, die von den Unternehmen beantwortet wurden, hat die britische Organisation CDP (ehemals Carbon Disclosure Project) verschickt, die seit Langem eine Datenbank zu Klimarisiken von Unternehmen betreibt.

So fürchtet etwa der Konsumgüterhersteller Unilever um die Nachfrage von bestimmen Produkten, wenn sich der Zugang zu sauberem Wasser verschlechtert. Auch deutsche Firmen haben mögliche Risiken in ihrem Geschäft beziffert, insgesamt könnten Kosten von 21,1 Milliarden Dollar auf sie zukommen.

Klicken Sie auf die Bilderstrecke, um einige Schätzungen nachzulesen.

Chancen werden größer eingestuft als die Risiken

Die Konzerne sehen die Zukunftsaussichten jedoch nicht nur negativ. Auf mehr als doppelt so hoch wie die Risiken beziffern sie die Vorteile, die sich für sie durch eine klimafreundlichere Unternehmenspolitik ergeben könnten. Demnach erwarten die Konzerne weltweit auch Geschäftschancen in Höhe von knapp 2,1 Billionen Dollar.

Die Verlässlichkeit der Zahlen ist begrenzt, da es sich lediglich um freiwillige Eigenauskünfte handelt. So gaben unter anderem Daimler und Boeing an, keinerlei klimabezogene Risiken oder Chancen für ihr Geschäft zu sehen.

rai/Reuters



insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
di_wendt 04.06.2019
1. Klimawandel
Natürlich ist er das. Die Gewinne der Unternehmen werden geschmälert. Die Geschäftsrisiken sind durch den Klimawandel nicht kalkulierbar. Dieses wird auch während der ganzen Menschheit vorhanden bleiben. Nur, und das möchte ich besonders betonen , dieser Klimawandel wird nicht durch die Menschheit ausgelöst und die Menschen sind nicht in der Lage in zu regulieren, weil sie ein Teil des Ganzen der Erdgeschichte sind. Sie sind gegenüber der Menschheitsgeschichte ein verdammt kleiner teil. Ich habe noch mal eine Frage : Warum wird in den TV-Medien nicht einmal diskutiert zwischen Wissenschaftlern gegen den Klimawandel von Menschenhand geschaffen und Wissenschaftler die für von Menschenhand geschaffenen Klimawandel plädieren. Der Mensch sollte sich selber ein Bild machen, oder hat man Angst , dass die Leute vielleicht zu schlau werden.
koprolith 04.06.2019
2. @di_wendt
"Ich habe noch mal eine Frage : Warum wird in den TV-Medien nicht einmal diskutiert zwischen Wissenschaftlern gegen den Klimawandel von Menschenhand geschaffen und Wissenschaftler die für von Menschenhand geschaffenen Klimawandel plädieren. Der Mensch sollte sich selber ein Bild machen, oder hat man Angst , dass die Leute vielleicht zu schlau werden" Ihre Frage lässt sich schnell beantworten: Weil man dem Publikum zunächst den Dunnig-Kruger-Effekt erklären müsste, aber diejenigen, für die dieses Wissen relevant wäre, es nicht verstehen könnten.
brooklyner 04.06.2019
3.
Zitat von di_wendtNatürlich ist er das. Die Gewinne der Unternehmen werden geschmälert. Die Geschäftsrisiken sind durch den Klimawandel nicht kalkulierbar. Dieses wird auch während der ganzen Menschheit vorhanden bleiben. Nur, und das möchte ich besonders betonen , dieser Klimawandel wird nicht durch die Menschheit ausgelöst und die Menschen sind nicht in der Lage in zu regulieren, weil sie ein Teil des Ganzen der Erdgeschichte sind. Sie sind gegenüber der Menschheitsgeschichte ein verdammt kleiner teil. Ich habe noch mal eine Frage : Warum wird in den TV-Medien nicht einmal diskutiert zwischen Wissenschaftlern gegen den Klimawandel von Menschenhand geschaffen und Wissenschaftler die für von Menschenhand geschaffenen Klimawandel plädieren. Der Mensch sollte sich selber ein Bild machen, oder hat man Angst , dass die Leute vielleicht zu schlau werden.
Aha und was genau bringt Sie zu Ihrer steilen These, dass 150 Jahre extremer Emissionen nichts mit dem Menschen zu tun haben? Ich verrate Ihnen was: Es ist Konsens unter dem gebildeten Teil der Menschheit, dass Sie sich da ganz und gar auf dem Holzweg befinden. Da helfen auch keine zwei deutschen Physiker, die anscheinend irgendeinen Stuss veröffentlicht haben, und bei ihren Berechnungen die Sonne vergessen haben. Tun Sie sich einen Gefallen, geniessen Sie das Leben, seien Sie weniger bitter und machen Sie etwas, das kommende Generationen zu schätzen wissen. Und glauben Sie mir, es wird für Sie wunderlich sein, aber man fühlt sich besser und lernt so sogar auch schlaue Frauen kennen.
spontanistin 04.06.2019
4. @1: Nicht "entweder-oder" sondern...
.... "sowohl als auch"! Es gibt Klimawandel seit Jahrmillionen im 10.000 Jahre-Rhythmus (Warmzeit-Eiszeit/Kaltzeit) und im Vergleich dazu "schnellen" Klimawandel durch gigantische Vulkanausbrüche und vom Menschen durch gigantische Emissionen verursachten Treibhauseffekt! Wie einseitig muss eine Sichtweise sein, die simpelste physikalische Grundkenntnisse ignoriert?
arkon_de 04.06.2019
5. nicht genügend Debattenteilnehmer
#1 es gibt einfach zu wenig Wissenschaftler die behaupten der Klimawandel wäre nicht auf das menschliche Handeln zurückzuführen. Die meisten der "Leugner/Skeptiker" sind zudem keine Wissenschaftler.
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