Schmiergeld und Korruption Airbus einigt sich mit Behörden auf Milliardenbuße

Seit mehreren Jahren kämpft der Flugzeugbauer mit Bestechungs- und Korruptionsvorwürfen. Nun hat sich Airbus laut eigenen Angaben mit den Ermittlern geeinigt.
Airbus A320 beim Abflug aus Riga

Airbus A320 beim Abflug aus Riga

Foto: INTS KALNINS/ REUTERS

Airbus steht nach eigenen Angaben vor einer Beilegung der Korruptionsermittlungen in drei Ländern. Man habe sich im Grundsatz mit der französischen Finanzpolizei PNF, der britischen Sonderermittlungsbehörde SFO und den Behörden in den USA geeinigt, teilte der europäische Flugzeugbauer mit. Gerichte in den drei Ländern sowie die zuständige Regulierungsbehörde in den USA müssten der Einigung aber noch zustimmen. Näher könne man sich dazu aus rechtlichen Gründen nicht äußern.

In der Affäre, die Airbus seit Jahren in Atem hält, geht es um den Vorwurf der Bestechung und Korruption im Zusammenhang mit dem Einsatz von Mittelsmännern beim Verkauf von Verkehrsflugzeugen. Auslöser war eine Selbstanzeige des Unternehmens.

Der frühere deutsche Konzernchef Thomas Enders hatte in der Vergangenheit seine Mitarbeiter im Zuge dieser Ermittlungen auf die Möglichkeit "erheblicher Strafen" eingestimmt. Nach einem Bericht der "Financial Times" schätzen Analysten, dass für den Flugzeugbauer nun insgesamt drei Milliarden Dollar an Bußen fällig werden.

rai/dpa/Reuters