Korruptionsverdacht Ermittler in Hongkong nehmen zwei Deutsch-Banker fest

In Hongkong haben Ermittler insgesamt elf Derivate-Händler festgenommen - darunter zwei Mitarbeiter der Deutschen Bank. Die Fahnder gehen Betrugs- und Bestechungsvorwürfen nach. Das Geldhaus sagt, es sei nicht Gegenstand der Ermittlungen.


Hongkong/Frankfurt am Main - Festnahmen in der chinesischen Finanzmetropole: In Hongkong sind die Behörden einem mutmaßlichen Betrugsskandal im Derivatehandel auf der Spur - und haben dabei auch zwei Mitarbeiter der Deutschen Bank im Verdacht.

Die beiden Händler seien von der Anti-Korruptionsbehörde ICAC festgenommen und nun bis auf weiteres freigestellt worden, bestätigte Deutschlands größtes Geldhaus. Die Bank selbst sei aber nicht Gegenstand der Ermittlungen und kooperiere mit den Behörden. Näheres wisse man nicht und warte selbst auf Informationen.

Insgesamt nahm die ICAC nach eigenen Angaben elf Verdächtige verschiedener Firmen fest, nannte aber keine Namen. Die Ermittlungen gegen die Beschuldigten waren aufgenommen worden, nachdem bei der Anti-Korruptionsbehörde eine Beschwerde eingegangen war. Unter anderem stehen Bestechungsvorwürfe im Raum.

Die Deutsche Bank Chart zeigen hat nicht zum ersten Mal Ärger im Derivategeschäft im asiatischen Raum. Erst zu Jahresbeginn wurde sie in Südkorea wegen unfairer Handelspraktiken vorübergehend vom Handel mit Derivaten ausgeschlossen. Nach Einschätzung der dortigen Finanzaufsicht FSC hatte die Konzerntochter DSK von unfairem Handel profitiert und damit Gewinne in Millionenhöhe erzielt.

Der Derivatehandel gilt als besonders schwach reguliert, hat aber ein vergleichsweise hohes Gewinnpotential. Eine Reihe von Handelsplätzen - unter anderem eben Seoul - strickt deshalb an verschärften Regeln.

fdi/Reuters



insgesamt 5 Beiträge
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eva1811 15.04.2011
1. Die ehemalige Kronkolonie Hongkong -Boom und Fluch zugleich
Die ehemalige Kronkolonie Hongkong mausert sich still und leise zu einem Wirtschaftsfaktor und gewichtigen Partner für die Nationen dieser Welt. Es erlebt einen Boom sei es Reisen, Wirtschaft und vor allen Dingen Wetten und co. Aber leider sind auch hier die Schattenseiten vehement und wohl auch ein Zufluchtsort von " der dunklen Seite" geworden. Hier sollte doch die ansässige Regierung Hongkong darauf achten, nicht in Schieflage zu geraten und der Boom und Segen der fleissigen Hongkoner und Vielvölker-Multikulti-Generation hier nicht von schlechten Schlagzeilen beeinflusst wird.
toskana2 15.04.2011
2. Subjekte
Zitat von sysopIn Hongkong haben Ermittler insgesamt elf Derivate-Händler festgenommen - darunter zwei Mitarbeiter der Deutschen Bank. Die Fahnder*gehen Betrugs- und Bestechungsvorwürfen nach. Das Geldhaus sagt, es sei nicht Gegenstand der Ermittlungen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,757348,00.html
Andere auf der Welt tun, was wir hier hätten längst tun müssen: Gewissenslose Subjekte hinter schwedische Gardinen bringen!
Brand-Redner 15.04.2011
3. Winziger Schritt in die richtige Richtung
Zitat von sysopIn Hongkong haben Ermittler insgesamt elf Derivate-Händler festgenommen - darunter zwei Mitarbeiter der Deutschen Bank. Die Fahnder*gehen Betrugs- und Bestechungsvorwürfen nach. Das Geldhaus sagt, es sei nicht Gegenstand der Ermittlungen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,757348,00.html
Wieso nur zwei? - Na ja, aller Anfang ist eben schwer.
derandersdenkende, 15.04.2011
4. Amtshilfe erbeten !
Zitat von sysopIn Hongkong haben Ermittler insgesamt elf Derivate-Händler festgenommen - darunter zwei Mitarbeiter der Deutschen Bank. Die Fahnder*gehen Betrugs- und Bestechungsvorwürfen nach. Das Geldhaus sagt, es sei nicht Gegenstand der Ermittlungen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,757348,00.html
In Westeuropa und den USA könnten die Ermittler weitermachen. Es gibt viel zu tun hierzulande, deshalb sollte schnellstmöglich damit begonnen werden.
weltbetrachter 15.04.2011
5. Finanzkrist, Zocker-Banken und Gerichte
Man kann durchaus die Meinung vertreten, das man schärfer hinter Parksündern her ist, als Finanzjongleure zur Rechenschaft zu ziehen.
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