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22. Oktober 2010, 10:49 Uhr

Korruptionsvorwurf

Daimler droht Ärger mit US-Börsenaufsicht

Von Michael Freitag

Der Automobilkonzern Daimler ist erneut ins Visier der US-Börsenaufsicht SEC geraten. Nach Informationen des manager magazin informierte Daimlers interner Korruptionswächter die Justiz über einen möglichen Korruptionsfall in Afrika.

Hamburg - Es gehe Konzernkreisen zufolge unter anderem um einen bislang noch nicht bekannten Korruptionsvorwurf in Afrika, berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe. Ein Daimler-Sprecher sagte dazu, es gebe immer wieder mal Compliance-Fälle. Zu einzelnen äußere man sich allerdings nicht.

Ausgelöst hatte den neuerlichen Ärger Daimlers interner Korruptionswächter Louis Freeh. Der ehemalige Chef der US-Bundespolizei FBI steht auf der Gehaltsliste des Unternehmens, informiert die amerikanische Justiz aber regelmäßig darüber, ob Daimlers Unternehmenskultur wirklich sauberer wird.

So hatte es das Unternehmen im Frühjahr mit der SEC und dem amerikanischen Justizministerium vereinbart. Der Konzern hatte sich außerdem verpflichtet, 185 Millionen Dollar Strafe zu zahlen.

Gleich in seinem ersten Bericht informierte Freeh die Börsenaufsicht im Sommer über den möglichen Korruptionsfall in Afrika und andere in seinen Augen bedenkliche Entwicklungen. Die Amerikaner reagierten mit einer Reihe neuer Auflagen. Nach Angaben aus Konzernkreisen verlangten sie unter anderem bessere Kontrollen, schnellere Kommunikationsprozesse und mehr Transparenz. Der Konzern wollte die Auflagen nicht bestätigen.

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