Deutsche BKK und Barmer GEK Krankenkassen planen offenbar Großfusion

Die zweitgrößte Ersatzkasse und die zweitgrößte Betriebskrankenkasse wollen einem Bericht zufolge fusionieren. Bis spätestens 2017 sollen Deutsche BKK und Barmer GEK verschmelzen.
Gesundheitskarte der Barmer GEK (Archivbild): Fusion bis 2017

Gesundheitskarte der Barmer GEK (Archivbild): Fusion bis 2017

Foto: Caroline Seidel/ dpa

Unter den gesetzlichen Krankenversicherungen steht offenbar eine Großfusion bevor. Die Barmer GEK, mit 8,5 Millionen Versicherten die zweitgrößte Ersatzkasse, will die Deutsche BKK übernehmen. Spätestens zum 1. Januar 2017 soll die mit 1,1 Millionen Kunden zweitgrößte Betriebskrankenkasse in der Barmer/GEK aufgehen, meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung"  (FAZ).

Demnach sollen die Verwaltungsräte beider Kassen am Freitag das Verfahren klären und den Vorständen konkrete Arbeitsaufträge erteilen; eine beiderseitige Absichtserklärung sei schon unterschrieben. Ein Sprecher der Barmer GEK sagte dem Blatt: "Wir reden mit der Deutschen BKK über mögliche Formen der Kooperation." Worin diese letztlich enden würden, sei noch "völlig offen."

In Kassenkreisen wird laut "FAZ" eine angespannte finanzielle Lage der Deutschen BKK als Grund für den geplanten Zusammenschluss genannt. Vermutlich müsse sie ihren Zusatzbeitrag im nächsten Jahr weit über das Durchschnittsmaß anheben, was eine mögliche Abwanderung vieler Versicherter zur Folge haben könnte.

Auch die Barmer GEK rechnet offenbar seit Längerem mit Schwierigkeiten. Bis 2018 sollen 3500 Stellen in dem Unternehmen wegfallen, das ist jede fünfte. Zudem wird die Zahl der Filialen mehr als halbiert. Mit den Reformen sollen 250 bis 300 Millionen Euro eingespart werden.

mxw
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