Kreditkartenfirma Top-Manager verlässt American Express

An der Spitze von American Express gibt es einen Wechsel: Alfred F. Kelly Jr., bisherige Nummer zwei des Kreditkartengiganten, wird das Unternehmen verlassen. Laut einem Bericht des "Wall Street Journals" reagiert Kelly damit auf fehlende Aufstiegsperspektiven innerhalb des Konzerns.


New York - Alfred F. Kelly Jr., Spitzenmanager und zuständig für das weltweite Kundengeschäft, verlässt American Express. "Alfred hat in Gesprächen klargemacht, dass er gern die Führung des Konzerns übernehmen möchte. Das ist bei American Express kurzfristig nicht möglich", sagte AmEx-Konzernchef Kenneth I. Chenaul dem "Wall Street Journal".

Kelly bemüht sich nun um eine Führungsposition in einem anderen Unternehmen, bleibt AmEx aber noch bis Anfang 2010 erhalten.

Der Kreditkartenkonzern steckt mitten in einem Restrukturierungsprozess und erhielt im Zuge der Finanzkrise eine Kapitalspritze von 3,39 Milliarden Dollar aus Steuergeldern. Im November 2008 bekam American Express von der US-Notenbank die Zulassung, eine Bank-Holding zu werden.

Durch diesen Schritt hoffte der viertgrößte US-Kreditkartenkonzern auf geringere Kreditkosten, steht im Gegenzug aber unter der Aufsicht der Notenbank. Im Mai 2009 hatte das Unternehmen zudem die Streichung von 4000 Arbeitsplätzen angekündigt.

jok



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.