Russische Bank SMP Visa und Mastercard nehmen Sanktionen zurück

Die Kunden der russischen SMP Bank können wieder mit amerikanischen Kreditkarten zahlen. Nach Angaben des Geldhauses haben die Unternehmen Visa und Mastercard ihre Dienstleistungen wieder aufgenommen. Zuvor hatte sich das Finanzinstitut über ungerechtfertigte Sanktionen beschwert.
SMP-Großaktionär Boris Rotenberg: Putins Judo-Freund

SMP-Großaktionär Boris Rotenberg: Putins Judo-Freund

Foto: SERGEI SNEGOV/ AFP

Moskau - Die Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard haben ihre Geschäftsbeziehungen zur russischen SMP Bank wieder aufgenommen, die von den US-Sanktionen im Zuge der Krim-Krise betroffen ist. Das Geldhaus habe die beiden weltgrößten Kreditkarten-Anbieter davon überzeugen können, ihre Dienste zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs für SMP-Kunden fortzusetzen, teilte die Bank am Sonntag mit.

Am Freitag hatten die beiden US-Unternehmen ihre Zusammenarbeit mit dem Institut eingestellt, nachdem die USA gegen dessen Großaktionäre Boris Rotenberg und seinen Bruder Arkadi Sanktionen verhängt hatten. Sie sind langjährige Judo-Partner von Präsident Wladimir Putin und sollen vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi mit Großaufträgen bedacht worden sein.

SMP hatte die Entscheidung von Visa und Mastercard kritisiert, weil die Sanktionen gegen die Aktionäre und nicht gegen die Bank verhängt worden seien. Offenbar war diese Beschwerde erfolgreich.

Die Kunden einer anderen russischen Bank müssen dagegen weiter auf die Dienste der US-Kreditkartenfirmen verzichten: Die Bank Rossija steht - anders als SMP - auch offiziell auf der Sanktionsliste der Amerikaner. Sie wird ebenfalls von Freunden Putins kontrolliert und gilt als Finanzhaus der russischen Elite.

stk/Reuters
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