Krisengewinner JP Morgan US-Großbank protzt mit Milliarden-Gewinn

In den USA beginnt die Bilanzsaison - und die US-Großbank JP Morgan legt mit einem satten Gewinn vor. Im zweiten Quartal erwirtschaftete der Konzern 4,8 Milliarden Dollar. Nach der Finanzkrise belasten nur noch wenige faule Kredite die Bilanz.

Zentrale von JP Morgan (in New York): Glänzende Zahlen der Megabank
REUTERS

Zentrale von JP Morgan (in New York): Glänzende Zahlen der Megabank


New York - Bei der US-Bank JP Morgan Chart zeigen laufen die Geschäfte glänzend. Der Finanzkonzern hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als erwartet. Unter dem Strich lag der Gewinn bei 4,8 Milliarden Dollar, wie JP Morgan am Donnerstag in New York mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch 2,7 Milliarden Dollar eingenommen.

Das Institut habe unter anderem davon profitiert, dass die Risikovorsorge für Kreditausfälle zurückgefahren worden sei, sagte Bankchef Jamie Dimon. Die Erträge gingen allerdings auf 25,6 Milliarden Dollar zurück, nach 28 Milliarden Dollar im Vorjahr. Vor allem im Investmentbanking waren die Geschäfte etwas weniger gut gelaufen als im Vorjahreszeitraum.

JP Morgan gehört zu den Gewinnern der Finanzkrise. Während anderen Instituten reihenweise das Geld ausging, schrieb der weit verzweigte Konzern weiter Gewinne. Unter anderem konnten die angeschlagene Investmentbank Bear Stearns sowie die zusammengebrochene US-Sparkasse Washington Mutual Chart zeigen übernommen werden.

Inzwischen gilt JP Morgan als unangefochtene Nummer eins an der Wall Street, das Unternehmen legte seinen Bericht erneut zum Auftakt der Bankenbilanzsaison vor. Am Freitag ziehen die Bank of America Chart zeigen und die Citigroup Chart zeigen nach, in der kommenden Woche folgt unter anderem Goldman Sachs Chart zeigen.

jok/dpa-AFX



insgesamt 1433 Beiträge
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AndyH 23.01.2010
1.
Zitat von sysopWeniger Eigenhandel, eine Strafsteuer und - im Extremfall -Zerschlagung: US-Präsident Barack Obama will die Banken zügeln. Braucht die Finanzbranche wirklich mehr Regulierung?
Ja, braucht. Und ja, Obama wird auch damit scheitern.
Klaus.G 23.01.2010
2. Nix mit Regulierung
solange die Parteien am Tropf der Banken hängen und von deren Spenden abhängig sind wird sich nie was ändern. Alle außer der Linken werden gut dotiert und darum wird sich nix ändern denn dann würde man den Banken in die Quere kommen was ja niemand will.Auch Obama wird scheiten, zu groß die Macht der Banken und deren Verflechtung mit der Politk. Glückauf.
soziale qualität 23.01.2010
3. Ein bisschen regulieren wird nicht reichen
Um aus der Boom - Krise - Falle auszubrechen wird es klare Grenzen brauchen. Ganz wichtig wäre ein Verbot der Kickbacks und Boni. Die Banker haben sich mit diesen 'Tools' eine Schmiergeldlegalisierung herausgenommen die sich zum erfolgreichen Erpressungswerkzeug entwickelt hat. Es wird auch eine Steuer auf internationalen Finanztransaktionen brauchen und einen globalen Plan zur Austrocknung der Steueroasen. Weitere wichtige Grundlagen zum Thema: www.oekonomiefueralle.blogspot.com
Adran, 23.01.2010
4.
ist nur die Rückkehr zum *Glass-Steagall Act* klick (http://de.wikipedia.org/wiki/Glass-Steagall_Act) also nichts neues, sondern ehr sehr altes..bewertes..
Jordan Sokoł 23.01.2010
5. Die Zerschlagung droht so oder so!
Zitat von sysopWeniger Eigenhandel, eine Strafsteuer und - im Extremfall -Zerschlagung: US-Präsident Barack Obama will die Banken zügeln. Braucht die Finanzbranche wirklich mehr Regulierung?
Bezogen auf unsere bundesdeutschen Verhältnisse, muß den Bankmanagern und deren Unterstützern in der Politik klarge- macht werden, daß sie unter Umständen von einem entfessel- ten Volk (z)erschlagen werden, wenn sie sich nicht endlich vernünftigen Beschränkungen und strafbewährten Regeln unterwerfen. Unsere Bundeskanzlerin kann sich bezüglich ihrer unver- zeihlichen Zurückhaltung gegenwärtig nur auf ein einziges Argument berufen: "Ich/wir halten uns zurück, bis die Verursacher der Finanzkrise (USA, GB) regelnd in die Finanzmärkte eingreifen." Frau Merkel, die USA, England und Frankreich sind im Gegen- satz zu Ihnen sichtlich bemühter, um dem ausufernden Ge- schäftsgebaren der Finanzmanager die notwendigen Stop- zeichen vor die Nasen zu setzen. - Nun lassen Sie mal den Koch mit seinen bewußt nicht publizierten bankspezifischen Regionalinteressen rechts liegen und besinnen sich auf das Wohl des Volkes in seiner Gesamtheit! Jordan Sokoł
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